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OECD: Weltwirtschaft vor Abkühlung

Deutschland und China im Fokus, USA zeigt Stabilität

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OECD: Weltwirtschaft vor Abkühlung

Die Weltwirtschaft steht vor einer Abkühlung, so die jüngsten Prognosen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Inflation, die derzeit die globalen Märkte belastet, wird durch weltweite Zinserhöhungen bekämpft. Diese Maßnahme, obwohl notwendig, hat jedoch Auswirkungen auf den Konjunkturausblick, insbesondere in Ländern wie China und Deutschland.

Die OECD prognostiziert für das laufende Jahr ein Wachstum von 3,0 Prozent in der Weltwirtschaft. Für das Jahr 2024 wird jedoch ein Rückgang auf 2,7 Prozent erwartet, verglichen mit 3,3 Prozent im Jahr 2022. Ein Hauptgrund für diese gedämpften Aussichten sind die Zinserhöhungen der Zentralbanken weltweit. Diese Erhöhungen, die dazu dienen, die Inflation in Schach zu halten, haben bereits Auswirkungen auf bestimmte Sektoren, wie zum Beispiel die Baubranche in Deutschland.

Deutschland, eine der stärksten Volkswirtschaften Europas, könnte in diesem Jahr in eine Rezession rutschen. Die OECD-Experten prognostizieren einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent. Ein Hauptgrund für diese Entwicklung ist die Abhängigkeit Deutschlands von Energielieferungen aus Russland, die nach der Invasion in die Ukraine stark zurückgegangen sind. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) teilt diese besorgniserregende Ansicht und sieht eine 74-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Rezession in Deutschland.

China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, wächst zwar weiterhin überdurchschnittlich, doch die Prognosen wurden nach unten korrigiert. Die OECD betont, dass eine stärkere Abkühlung in China ein Hauptproblem für die Weltwirtschaft darstellen könnte. Die hohe Verschuldung und der schwache Immobiliensektor in China sind erhebliche Herausforderungen, und der Konsum im Land erholt sich nur langsam von den strengen Corona-Maßnahmen.

Im Gegensatz dazu sind die Vereinigten Staaten ein stabiler Pfeiler der Weltwirtschaft. Die Prognosen für die US-Wirtschaft wurden positiv angepasst, wobei für 2023 ein Wachstum von 2,2 Prozent und für 2024 ein Wachstum von 1,3 Prozent erwartet wird. Auch andere Länder wie Brasilien, Indien und Südafrika zeigen ermutigende wirtschaftliche Entwicklungen.

Die OECD betont die Notwendigkeit einer restriktiven Geldpolitik. Die Zentralbanken sollten ihre derzeitige Politik fortsetzen, bis klare Anzeichen für ein Nachlassen des Preisdrucks erkennbar sind. Trotz dieser Empfehlungen wird erwartet, dass die Inflation in der Eurozone und in Deutschland in den kommenden Jahren hoch bleiben wird.

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