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Nvidia GTC 2026: Jensen Huang erwartet Aufträge von einer Billion Dollar

CEO Jensen Huang verdoppelt auf der GTC-Konferenz seine Prognose für Blackwell und Vera Rubin bis 2027.

Nvidia GTC 2026: Jensen Huang erwartet Aufträge von einer Billion Dollar

Nvidia-CEO Jensen Huang hat auf der jährlichen Entwicklerkonferenz GTC 2026 ein Auftragsvolumen von einer Billion US-Dollar für die Chip-Plattformen Blackwell und Vera Rubin bis 2027 in Aussicht gestellt. Das ist doppelt so viel wie die noch im Vorjahr genannte Schätzung von 500 Milliarden Dollar. Die Nvidia-Aktie legte am Montag daraufhin rund 2 Prozent zu.

Huang begründete die optimistische Prognose mit einer boomenden Nachfrage sowohl von Start-ups als auch von Großunternehmen. Finanzvorständin Colette Kress hatte nach dem letzten Quartalsbericht bereits angekündigt, dass das Wachstum im laufenden Jahr über der ursprünglichen Schätzung liegen werde. Nvidia erwartet für das aktuelle Quartal einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar – ein Plus von etwa 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Chiphersteller hat damit elf Quartale in Folge ein Umsatzwachstum von über 55 Prozent erzielt. Nvidias KI-Grafikprozessoren haben das Unternehmen zum wertvollsten börsennotierten Konzern der Welt gemacht, mit einer Marktkapitalisierung von rund 4,5 Billionen Dollar. Der wachsende Einsatz agentenbasierter KI-Anwendungen, die eigenständig Aufgaben erledigen, treibt die Nachfrage nach schnellerer Inferenz weiter an.

Vera Rubin und Kyber: Die nächste Chip-Generation

Nvidia plant die Markteinführung von Vera Rubin noch für dieses Jahr. Das neue System aus 1,3 Millionen Komponenten soll laut Unternehmen eine zehnmal höhere Leistung pro Watt liefern als der Vorgänger Grace Blackwell – ein entscheidender Faktor, da der Energieverbrauch eines der größten Probleme beim Ausbau von KI-Infrastruktur darstellt. Das zugehörige Rack-Scale-System soll ebenfalls 2025 an Kunden ausgeliefert werden.

Zudem präsentierte Huang einen Prototyp von Kyber, Nvidias nächstem Architektursprung nach Rubin. Das System integriert 144 GPUs in vertikal angeordneten Recheneinschüben, was die Dichte erhöht und die Latenz verringert. Kyber wird Teil von Vera Rubin Ultra sein, dessen Auslieferung für 2027 geplant ist.

Groq-Übernahme bringt neuen Beschleuniger-Chip

Auf der Konferenz enthüllte Huang außerdem die Nvidia Groq 3 Language Processing Unit (LPU). Dabei handelt es sich um den ersten Chip aus dem Start-up Groq, das Nvidia im Dezember durch einen Asset-Kauf für 20 Milliarden Dollar – dem bislang größten Deal des Unternehmens – übernommen hatte. Die Auslieferung ist für das dritte Quartal geplant.

Groq wurde von ehemaligen Google-Ingenieuren gegründet, die zuvor an Googles Tensor Processing Units (TPUs) gearbeitet hatten. Die Groq 3 LPU soll diese Technologie weiterentwickeln, wobei ein spezieller Kern zur GPU-Beschleunigung optimiert wurde. Das zugehörige Groq 3 LPX-Rack fasst 256 LPUs und soll laut Huang die Token-pro-Watt-Leistung der Rubin-GPUs um das 35-Fache steigern.

Abgerundet wurde die Keynote durch ein neues Entwickler-Toolkit für agentenbasierte KI-Anwendungen. Huang griff dabei auch das Phänomen OpenClaw auf, ein im Januar vom österreichischen Entwickler Peter Steinberger gestartetes Open-Source-Projekt, das durch seine rasant wachsende Popularität auf sich aufmerksam gemacht hat.

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