Nvidia bleibt Top-Kauf: KI-Infrastruktur erst am Anfang
Trotz Rekordmarktkapitalisierung sehen Analysten bei Nvidia weiteres Wachstumspotenzial – dank explodierender KI-Investitionen bis 2030.

Nvidia gilt weiterhin als einer der attraktivsten Kaufkandidaten am Aktienmarkt. Obwohl der Chiphersteller bereits das wertvollste Unternehmen der Welt ist, sprechen sowohl die künftige Nachfrage als auch die aktuelle Bewertung für ein Investment in die NVDA-Aktie. Der Ausbau der KI-Infrastruktur steht dabei erst am Anfang – und Nvidia ist einer der zentralen Profiteure.
Die vier großen KI-Hyperscaler – darunter Alphabet, Microsoft, Amazon und Meta – planen in diesem Jahr rund 650 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren zu investieren. Das ist eine historisch beispiellose Summe. Doch laut internen Prognosen von Nvidia ist das erst der Beginn einer noch viel größeren Investitionswelle.
KI-Ausgaben sollen bis 2030 auf bis zu 4 Billionen Dollar steigen
Nvidia schätzt, dass die weltweiten Investitionsausgaben für Rechenzentren bis zum Jahr 2030 jährlich zwischen 3 und 4 Billionen US-Dollar erreichen werden – verglichen mit rund 600 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Das entspräche einer Versechsfachung innerhalb von nur fünf Jahren. Für einen Hauptlieferanten von KI-Hardware wie Nvidia wäre das ein enormer Rückenwind.
Erste Bestätigungen für diesen Trend kommen bereits von den Hyperscalern selbst. Alphabet kündigte während seiner jüngsten Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen an, die Investitionsausgaben im Jahr 2027 im Vergleich zu 2026 „erheblich steigern" zu wollen. Andere große Technologiekonzerne haben sich bislang noch nicht ähnlich geäußert – doch es ist noch früh im Jahr, und weitere Ankündigungen dürften im Rahmen der nächsten Quartalsergebnisse folgen.
Der Markt preist derzeit offenbar nur das starke Wachstum eines einzigen Jahres in den Aktienkurs ein. Das eröffnet eine interessante Perspektive für Anleger, die einen längeren Anlagehorizont verfolgen.
Bewertung: Auf Forward-Basis deutlich günstiger als es scheint
Auf den ersten Blick wirkt Nvidia mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 45 teuer. Doch der Blick auf die zukunftsgerichteten Kennzahlen zeichnet ein anderes Bild. Auf Basis der erwarteten Gewinne für das laufende Jahr – dem sogenannten Forward-KGV – wird die Aktie mit einem Verhältnis von lediglich 26 gehandelt. Legt man die Gewinnerwartungen für das übernächste Jahr zugrunde, sinkt dieser Wert sogar auf 19.
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Zur AktienanalyseHinzu kommt ein weiterer Faktor: Analysten an der Wall Street haben die Wachstumsrate von Nvidia in der Vergangenheit konsequent zu niedrig eingeschätzt. Das bedeutet, dass selbst die aktuellen Forward-Schätzungen das tatsächliche Potenzial des Unternehmens möglicherweise noch unterschätzen.
Für deutsche Privatanleger ist Nvidia längst kein Geheimtipp mehr – die Aktie ist in vielen Depots und ETFs stark gewichtet. Dennoch lohnt sich ein genauerer Blick auf die Fundamentaldaten. Die Kombination aus einer strukturell wachsenden Nachfrage nach KI-Hardware, konkreten Investitionsplänen der größten Technologiekonzerne der Welt und einer auf Forward-Basis moderaten Bewertung macht Nvidia zu einer weiterhin überzeugenden Investitionsidee.
Positive Nachrichten rund um die Investitionsausgaben für das Jahr 2027 könnten die Aktie im weiteren Jahresverlauf zusätzlich antreiben – insbesondere dann, wenn weitere Hyperscaler ihre Capex-Pläne offenlegen. Nvidia bleibt damit eine solide Kaufgelegenheit für Anleger, die vom langfristigen KI-Wachstumstrend profitieren möchten.


