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Intel übertrifft Erwartungen dank Sparkurs und neuen Investoren

Milliardenbeteiligungen von Nvidia, SoftBank und den USA stärken den Chipkonzern

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Intel übertrifft Erwartungen dank Sparkurs und neuen Investoren

Intel hat im dritten Quartal die Gewinnerwartungen übertroffen. Der US-Chiphersteller profitierte dabei von umfassenden Kostensenkungsmaßnahmen, die CEO Lip-Bu Tan seit seinem Amtsantritt eingeleitet hat. Diese Strategie stärkte die Finanzlage des Unternehmens, während gleichzeitig mehrere milliardenschwere Investitionen von Nvidia, SoftBank und der US-Regierung in die Firma flossen. Die Intel-Aktie stieg im nachbörslichen Handel um sieben Prozent.

Die Investition von SoftBank in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar wurde im dritten Quartal verbucht, während der Zufluss der fünf Milliarden US-Dollar von Nvidia noch aussteht. Zusätzlich übernahm die US-Regierung nach einem Treffen zwischen Tan und Präsident Donald Trump einen Anteil von zehn Prozent an Intel für 8,9 Milliarden US-Dollar. Diese Finanzspritzen gelten als entscheidend für das Unternehmen, das im Wettbewerb mit AMD und Nvidia zuletzt an Boden verloren hatte.

Nach einem Kursrückgang von rund 60 Prozent im Vorjahr hat sich die Intel-Aktie im laufenden Jahr fast verdoppelt. Damit übertrifft sie die Performance von Nvidia und signalisiert wieder wachsendes Vertrauen der Investoren. Analyst Michael Schulman von Running Point Capital führte die positive Kursreaktion auf solide Margenfortschritte, den anhaltenden Hype um KI-PCs sowie die strategische Finanzierung in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar zurück.

Intel verkaufte im September 51 Prozent seiner Tochter Altera an Silver Lake, um Kapital freizusetzen. Zudem gründete das Unternehmen eine zentrale Entwicklungsabteilung, die künftig auch Chips für externe Kunden entwerfen soll. Damit tritt Intel in Konkurrenz zu Broadcom und Marvell, die bereits mit Google und Amazon an kundenspezifischen KI-Chips arbeiten.

Im dritten Quartal war die Nachfrage nach Intels Prozessoren so stark, dass das Unternehmen zeitweise Lieferschwierigkeiten meldete. Laut Finanzchef Dave Zinsner müssen Rechenzentrumsbetreiber ihre CPUs aufrüsten, um mit der Leistung moderner KI-Chips Schritt zu halten. Die Bruttomarge lag mit 40 Prozent über den erwarteten 35,7 Prozent, der bereinigte Gewinn je Aktie bei 23 Cent statt der prognostizierten 1 Cent.

Intel plant für das vierte Quartal einen Umsatz zwischen 12,8 und 13,8 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 sind Investitionen von 27 Milliarden US-Dollar vorgesehen, nachdem sie 2024 noch bei 17 Milliarden lagen. Die Belegschaft soll bis Jahresende um mehr als ein Fünftel kleiner sein als im Vorjahr – ein weiterer Schritt in Tans Sparkurs, der die Kosten nach den verlustreichen Jahren unter Ex-CEO Pat Gelsinger drastisch senken soll.

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