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Novartis Rhapsido erhält EU-Zulassung als erste orale CSU-Therapie

Die Europäische Kommission hat Novartis' Rhapsido als erste orale zielgerichtete Therapie bei chronischer spontaner Urtikaria zugelassen.

Novartis Rhapsido erhält EU-Zulassung als erste orale CSU-Therapie

Der Schweizer Pharmariese Novartis hat einen bedeutenden regulatorischen Meilenstein erreicht: Die Europäische Kommission hat dem Medikament Rhapsido® die Zulassung erteilt. Damit ist Rhapsido die erste orale zielgerichtete Therapie, die in Europa zur Behandlung der chronischen spontanen Urtikaria (CSU) zugelassen wurde. Die Nachricht wurde am 27. April 2026 veröffentlicht.

Chronische spontane Urtikaria, im Volksmund auch als chronische Nesselsucht bekannt, ist eine Erkrankung, die durch anhaltenden Juckreiz und charakteristische Quaddeln auf der Haut gekennzeichnet ist. Die Erkrankung tritt ohne erkennbaren äußeren Auslöser auf und kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Bisherige Therapieoptionen umfassten vor allem Antihistaminika sowie biologische Therapien, die in der Regel als Injektion verabreicht werden.

Bedeutung der oralen Therapieform

Mit der Zulassung von Rhapsido steht Patienten in Europa nun erstmals eine orale, also als Tablette einnehmbare, zielgerichtete Behandlungsoption zur Verfügung. Dies stellt einen wesentlichen Fortschritt gegenüber bisherigen zielgerichteten Therapien dar, die häufig als Injektionen oder Infusionen verabreicht werden mussten. Eine orale Therapie kann die Behandlungsbereitschaft und den Patientenkomfort deutlich verbessern.

Novartis gehört zu den führenden Pharmaunternehmen weltweit und hat seinen Hauptsitz in Basel, Schweiz. Das Unternehmen ist bekannt für seine Innovationsstrategie im Bereich der zielgerichteten Therapien und investiert kontinuierlich in die Entwicklung neuer Medikamente. Zuletzt hatte Novartis-CEO betont, man müsse der „Rhetorik" im US-Gesundheitswesen aktiv entgegentreten – ein Hinweis auf das herausfordernde regulatorische und politische Umfeld in einem der wichtigsten Absatzmärkte des Konzerns.

Novartis setzt auf Wachstum durch Innovation

Analysten erwarten, dass Novartis mit Zulassungen wie jener für Rhapsido weiterhin neue Maßstäbe im Pharmabereich setzen wird. Das Unternehmen gilt als einer der Schweizer Pharmariesen, der gezielt in zukunftsträchtige Therapiegebiete investiert. Die EU-Zulassung von Rhapsido dürfte das Produktportfolio von Novartis im Bereich der Dermatologie und Immunologie weiter stärken.

Für Anleger ist die Zulassung ein positives Signal: Neue Medikamentenzulassungen in großen Märkten wie der Europäischen Union können erhebliche Umsatzpotenziale erschließen. Die chronische spontane Urtikaria betrifft schätzungsweise einen relevanten Anteil der Bevölkerung, was auf eine substanzielle Patientenpopulation und damit ein entsprechendes Marktpotenzial für Rhapsido hindeutet.

Die Zulassung durch die Europäische Kommission gilt für alle EU-Mitgliedstaaten und ermöglicht Novartis, das Medikament in einem der größten Pharmamärkte der Welt zu vermarkten. Weitere Details zur Markteinführung und Preisgestaltung in den einzelnen Ländern wurden zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht bekannt gegeben.

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