ANZEIGE

Nordische Zentralbanken schließen sich globaler Bekämpfung der Kriegsinflation an

Norwegen hebt Zinsen an, Schweden signalisiert Nachziehen – Zentralbanken weltweit reagieren auf kriegsbedingten Energieschock.

•• 3 Min
Nordische Zentralbanken schließen sich globaler Bekämpfung der Kriegsinflation an

Die norwegische Zentralbank hat am Donnerstag die Zinsen angehoben, während Schweden signalisierte, dass es wahrscheinlich ebenfalls vor Jahresende nachziehen wird. Damit reihen sich die beiden nordischen Notenbanken in eine weltweite Welle geldpolitischer Straffung ein, mit der politische Entscheidungsträger gegen die steigende Inflation infolge einer durch den Krieg ausgelösten Energieschocklage ankämpfen.

Beide Zentralbanken schlugen einen ähnlichen Ton an und warnten, dass höhere Kraftstoffpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten das Risiko bergen, die Rückkehr der Inflation zu ihrem 2%-Ziel zu verlangsamen. „Mit der Erhöhung des Leitzinses tragen wir dazu bei, die Inflation zu senken“, sagte Ida Wolden Bache, Gouverneurin der Norges Bank. „Es wird voraussichtlich notwendig sein, den Leitzins für eine gewisse Zeit auf einem erhöhten Niveau zu halten, und der Ausschuss ist bereit, ihn bei Bedarf weiter anzuheben.“

Die schwedische Riksbank ließ die Zinsen dagegen unverändert, erklärte jedoch, dass sie die Geldpolitik vor Jahresende wahrscheinlich verschärfen werde, sofern sich ihre Prognosen für Inflation und Wirtschaftstätigkeit nicht ändern. Die dänische Zentralbank, die ihren Währungskurs an den Euro bindet, ist bereits aktiv geworden. Anleger erwarten bis zum Ende des Frühlings weitere Zinserhöhungen in Norwegen sowie vier in Schweden.

Zentralbanken setzen auf präventive Maßnahmen

Mit ihren Schritten folgen die nordischen politischen Entscheidungsträger dem Beispiel der US-Notenbank Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan, die alle im laufenden Monat ihre eigenen Leitzinsen angehoben haben. Ihre grundlegende Überlegung lautet, dass der aktuelle Anstieg der Inflation zwar weitgehend auf schwer kontrollierbare Kraftstoffkosten zurückzuführen ist, diese jedoch beginnen könnten, sich auf andere Preise, Löhne und die Erwartungen der Bevölkerung auszuwirken. Genau diese Gefahr sekundärer Effekte macht aus Sicht der Notenbanken präventive Maßnahmen erforderlich.

Eine Ausnahme bildete die Schweizerische Nationalbank (SNB), die die Zinsen trotz leicht angehobener Inflationsprognosen für die kommenden Monate bei null beließ. Die Preisdrucke seien nur marginal gestiegen, hieß es zur Begründung. In der Schweiz war lange Zeit eine niedrigere Inflation als in vielen Nachbarländern zu verzeichnen, begünstigt durch den Status des Schweizer Franken als sicherer Hafen, der sich in Zeiten der Unsicherheit tendenziell stärkt. Dennoch sehen die Geldmärkte auch für die SNB drei oder vier Zinserhöhungen im Laufe des nächsten Jahres.

Anleihemärkte signalisieren Inflationsbesorgnis

Zeichen von Inflationsbesorgnis waren bereits in den Anleihemärkten sichtbar, wo Anleger die höchste Rendite seit zwei Jahrzehnten forderten, um langfristige Staatsanleihen zu halten. Ein stärker als erwartet ausgefallener US-Geschäftsumfragebericht trug zu den Erkenntnissen bei, dass die größte Volkswirtschaft der Welt überhitzt läuft. Als Gründe dafür gelten eine expansive Fiskalpolitik sowie ein Investitionsboom, der durch Zuflüsse in die künstliche Intelligenz (KI) getrieben wird.

Dies wurde als möglicher Auslöser dafür angesehen, dass die Fed die kurzfristigen Zinsen weiter anhebt, um die Inflationserwartungen und die langfristigen Anleiherenditen zu senken. „Anleger bleiben besorgt angesichts einer Reihe von Risiken, darunter geopolitische Entwicklungen, Inflation, Staatsschulden und die Nachhaltigkeit der KI-Investitionen (Capex)“, schrieb die UBS in einem Kundenmemo.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung in Skandinavien ein wichtiger Gradmesser: Die nordischen Notenbanken gelten traditionell als frühzeitig agierende geldpolitische Akteure und liefern damit Hinweise auf den weiteren Kurs der großen Zentralbanken. Sollten sich die Inflationserwartungen weiter verfestigen, dürfte der Druck auf Fed und EZB bestehen bleiben, ihre restriktive Linie beizubehalten – mit entsprechenden Folgen für Anleiherenditen, Aktienbewertungen und den Euro-Wechselkurs.

Nordische ZentralbankenNorges BankRiksbankInflationZinserhöhungSNBFederal ReserveAnleihemärkte

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.