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Nintendo-Aktie bricht um 11% ein: Switch 2 enttäuscht Investoren

Trotz starker Verkaufszahlen fehlen dem neuen Konsolen-Modell die erhofften Blockbuster-Titel zur Markteinführung.

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Nintendo-Aktie bricht um 11% ein: Switch 2 enttäuscht Investoren

Die Aktien des japanischen Spielekonzerns Nintendo sind am Dienstag um 11 Prozent eingebrochen, nachdem das Unternehmen zwar solide Verkaufszahlen für die Switch 2 vorlegte, diese aber hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben. Besonders die fehlenden hochkarätigen Spieletitel zum Launch der neuen Konsole verunsichern Investoren.

Der Mario-Hersteller aus Kyoto hielt an seiner Jahresprognose für den Nettogewinn von 350 Milliarden Yen (etwa 2,24 Milliarden US-Dollar) fest. Diese liegt deutlich unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 406 Milliarden Yen, die von LSEG ermittelt wurde. Die Switch 2 kam im Juni auf den Markt und verzeichnete zwar Rekordverkäufe, konnte die hohen Erwartungen aber nicht vollständig erfüllen.

"Die Ergebnisse sind gut, da die Switch 2 Rekorde bricht, aber nicht großartig", kommentierte Atul Goyal, Analyst bei Jefferies, die Quartalszahlen. Die Begeisterung über den Nachfolger der äußerst erfolgreichen Switch-Konsole hatte die Nintendo-Aktie im vergangenen Jahr noch auf Rekordhöhen getrieben. Seit November befindet sich der Kurs jedoch im Sinkflug.

Fehlende Software-Blockbuster belasten

Die frühe Marktdynamik gilt als entscheidend für den Aufbau einer stabilen Nutzerbasis und den langfristigen Erfolg der Plattform. "Der Lauf beginnt gerade erst und die Plattform wächst rasant", zeigte sich Goyal dennoch optimistisch. Nintendo hatte die Lebensdauer der ursprünglichen Switch erfolgreich mit Blockbuster-Titeln wie zwei wichtigen Ablegern der "The Legend of Zelda"-Reihe verlängert.

"Die neue Switch 2 Konsole verkauft nicht so viel Software wie ihr Vorgänger", stellte Amir Anvarzadeh von Asymmetric Advisors fest. Zudem konkurrieren starke Titel wie "Grand Theft Auto VI" von Take-Two Interactive, das im November erscheinen soll, sowie die Plattform Roblox um die Aufmerksamkeit der Spieler.

Steigende Chip-Preise belasten Marge

Neben den Software-Sorgen beunruhigen Investoren auch die steigenden Preise für Speicherchips. Nintendo erklärte zwar, dass der Preisanstieg die Gewinne im laufenden Geschäftsjahr nicht wesentlich beeinträchtige. Sollten die hohen Preise jedoch langfristig anhalten, könnte dies die Rentabilität belasten.

"Die Konsolenrentabilität wird ab dem nächsten Geschäftsjahr aufgrund des anhaltenden Anstiegs der Speicherpreise weiter sinken", warnte Kazunori Ito, Analyst bei Morningstar. Die Kombination aus fehlendem Software-Line-up und steigenden Produktionskosten setzt Nintendo damit unter Druck, die hohen Erwartungen an die neue Konsolengeneration zu erfüllen.

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