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Nikkei und Kospi auf Rekordhoch trotz US-Iran-Spannungen

Asiatische Märkte trotzen diplomatischen Rückschlägen – Ölpreise steigen auf über 107 Dollar je Barrel.

Nikkei und Kospi auf Rekordhoch trotz US-Iran-Spannungen

Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum haben am Montag überwiegend zugelegt. Anleger zeigten sich unbeeindruckt von den festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, auch wenn die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise deutlich nach oben trieben. Japans Leitindex Nikkei 225 stieg um 1,4 Prozent und markierte damit ein neues Rekordhoch. Der südkoreanische Kospi legte sogar um 1,83 Prozent zu und erreichte ebenfalls einen historischen Höchststand.

Nicht alle Märkte in der Region folgten dem positiven Trend. Der Hang Seng Index in Hongkong gab leicht um 0,17 Prozent nach, während der festlandchinesische CSI 300 um 0,25 Prozent zulegte. Aus China kamen zudem positive Konjunkturdaten: Die Industriegewinne stiegen im März um 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr – eine Beschleunigung gegenüber dem Zuwachs von 15,2 Prozent in den ersten beiden Monaten des Jahres.

Gescheiterte Verhandlungen treiben Ölpreise nach oben

Die stabile Marktstimmung in Asien stand im Kontrast zu den jüngsten diplomatischen Entwicklungen. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag die geplante Entsendung seiner Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Islamabad, Pakistan, zu Verhandlungen mit dem Iran kurzfristig abgesagt. Eine zweite Runde von Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran scheiterte damit erneut.

Die Ölmärkte reagierten prompt auf die Eskalation. Die Terminkontrakte der internationalen Referenzsorte Brent stiegen um mehr als 2 Prozent auf 107,49 US-Dollar je Barrel. US-Rohöl (WTI) kletterte ebenfalls um 1,79 Prozent auf 96,19 US-Dollar. Zusätzlich belasten Berichte über Vorfälle in der Straße von Hormus die Lage: Iranische Revolutionsgarden sollen Berichten zufolge zwei Frachtschiffe in der Nähe der strategisch wichtigen Meerenge geentert haben. Die Straße von Hormus gilt als einer der bedeutendsten Öltransportwege der Welt.

US-Märkte: Rekorde am Freitag, schwächere Futures am Montag

An der Wall Street hatten der S&P 500 und der Nasdaq Composite am vergangenen Freitag auf Rekordniveau geschlossen. Der S&P 500 beendete den Handel mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 7.165,08 Punkten und markierte dabei ein neues Allzeithoch. Der technologielastige Nasdaq legte um 1,63 Prozent zu und schloss bei 24.836,60 Punkten – ebenfalls ein neuer Höchststand. Lediglich der Dow Jones Industrial Average schwächelte und verlor 79,61 Punkte beziehungsweise 0,16 Prozent auf 49.230,71 Zähler.

Am Montag zeigten sich die US-Futures hingegen etwas schwächer. Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average gaben um 0,2 Prozent oder rund 130 Punkte nach. S&P 500-Futures und Nasdaq 100-Futures verloren jeweils 0,3 Prozent. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit im Nahen Osten und steigenden Energiepreisen belastete die Stimmung vor dem US-Handelsstart.

Für deutsche Anleger bleibt die Entwicklung in Asien und an den US-Märkten ein wichtiger Stimmungsindikator. Steigende Ölpreise könnten mittelfristig auch die Inflationsentwicklung in Europa beeinflussen und die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank unter Druck setzen. Die Lage in der Straße von Hormus wird daher auch hierzulande aufmerksam beobachtet.

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