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Nikkei überschreitet erstmals 61.000 Punkte – Rekord nach Feiertagen

Japans Leitindex springt nach Handelspause auf Allzeithoch – KI-Euphorie und Nahost-Hoffnungen treiben die Märkte.

Nikkei überschreitet erstmals 61.000 Punkte – Rekord nach Feiertagen

Der japanische Leitindex Nikkei 225 hat am Donnerstag erstmals in seiner Geschichte die Marke von 61.000 Punkten überschritten. Im frühen Handel stieg der Index um 3,38 Prozent auf ein Allzeithoch von 61.523,36 Punkten. Die japanischen Märkte hatten zuvor wegen Feiertagen geschlossen und holten damit die positiven Impulse der vergangenen Handelstage nach.

Auch der breiter gefasste Topix-Index legte deutlich zu und kletterte um 2,02 Prozent auf 3.803,95 Zähler. Damit verzeichneten beide wichtigen japanischen Börsenbarometer gleichzeitig starke Kursgewinne – ein Zeichen für eine breit aufgestellte Markterholung.

Drei Treiber hinter dem Kurssprung

Gleich mehrere Faktoren beflügelten die Tokioter Börse. Erstens reagierten die japanischen Märkte auf die Rekordhöhen an der Wall Street, die über Nacht erreicht worden waren. Dort hatten starke Quartalszahlen von Advanced Micro Devices (AMD) die Euphorie im Bereich der künstlichen Intelligenz weiter angeheizt und die US-Indizes auf neue Bestmarken getrieben.

Zweitens sorgte die Lage im Nahen Osten für Optimismus: Der Iran erklärte, einen US-Vorschlag zur Beendigung des mehr als zweimonatigen Krieges zu prüfen. US-Präsident Donald Trump ergänzte, die USA hätten sehr gute Gespräche mit Teheran geführt. Solche Signale einer möglichen diplomatischen Lösung wirken sich traditionell positiv auf die globalen Finanzmärkte aus, da sie geopolitische Risikoprämien reduzieren.

Drittens spielte der japanische Yen eine wichtige Rolle. Seit dem letzten Handelstag am Freitag hat die japanische Währung gegenüber dem US-Dollar aufgewertet. Hintergrund sind mutmaßliche Interventionen der japanischen Regierung in Tokio, um den Yen zu stützen. Ein stärkerer Yen kann zwar für exportorientierte japanische Unternehmen belastend sein, signalisiert aber gleichzeitig eine gewisse Stabilisierung der Währungssituation.

Globale KI-Euphorie erreicht Tokio

Die starken Ergebnisse von Advanced Micro Devices unterstreichen den anhaltenden Boom im Bereich der künstlichen Intelligenz. Dieser Sektor hat in den vergangenen Monaten weltweit die Aktienmärkte angetrieben – von der Wall Street über Europa bis nach Asien. Japanische Technologiewerte profitieren dabei als Teil des globalen Ökosystems rund um KI-Hardware und -Software.

Der Nikkei 225 gilt als wichtigster Gradmesser für die Stimmung an der Tokioter Börse und umfasst die 225 größten börsennotierten Unternehmen Japans. Ein Allzeithoch bei diesem Index ist für internationale Investoren ein bedeutendes Signal, da Japan die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist.

Für deutsche Anleger mit Positionen in Japan-ETFs oder asiatischen Fonds sind die Entwicklungen in Tokio besonders relevant. Der Kursanstieg spiegelt wider, wie eng die globalen Märkte miteinander verknüpft sind – positive Impulse aus den USA und geopolitische Entspannungssignale wirken sich unmittelbar auf die Börsen in Fernost aus.

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