ANZEIGE

Netflix-Mitbegründer Reed Hastings tritt als Geschäftsführer zurück

Der Streaming-Anbieter ernennt eine neue Führung und hofft auf einen Aufschwung nach einem "schwierigen Jahr".

•• 3 Min
Netflix-Mitbegründer Reed Hastings tritt als Geschäftsführer zurück

Reed Hastings tritt als CEO von Netflix – dem Unternehmen, das er vor 25 Jahren mitbegründet hat – zurück und sorgt damit für einen Umbruch an der Spitze eines der mächtigsten Studios Hollywoods.

In einem Blogbeitrag erklärte Hastings, der Netflix 1997 als DVD-Versanddienst gegründet hat, dass er in den letzten Jahren zunehmend Managementaufgaben delegiert hat. "Es ist der richtige Zeitpunkt, meine Nachfolge zu regeln", fügte er hinzu.

"Seit vielen Jahren diskutiert unser Vorstand über die Nachfolgeplanung", schrieb Hastings, 62,. "Ich bin sehr stolz auf unsere ersten 25 Jahre und freue mich auf das nächste Vierteljahrhundert."

Greg Peters, Netflix' Chief Operating Officer, wurde zusammen mit Ted Sarandos, der während der massiven Investitionsphase von Netflix für die Programmgestaltung zuständig war und 2020 neben Hastings zum Co-Chief Executive befördert wurde, zum Co-Chief Executive befördert.

Im nachbörslichen Handel stiegen die Netflix-Aktien um mehr als 6 %.

Der Wechsel kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Netflix im letzten Jahr mehr als ein Drittel seines Marktwerts verloren hat, nachdem bekannt wurde, dass seine jahrzehntelange Wachstumssträhne zu Ende gegangen ist. Sarandos und Peters werden die Aufgabe haben, Netflix wieder in Schwung zu bringen und durch eine schwierigere Zeit in der Unterhaltungsbranche zu steuern.

Hastings bleibt geschäftsführender Vorsitzender und tritt damit in die Fußstapfen von Amazon-CEO Jeff Bezos und Microsoft-Gründer Bill Gates. Der milliardenschwere Gründer sagte, er wolle sich "mehr der Philanthropie widmen", sich aber "weiterhin sehr darauf konzentrieren, dass die Netflix-Aktie gut läuft".

Der Wechsel erfolgte, nachdem Netflix im vierten Quartal 7,7 Millionen neue Abonnenten vermeldet hatte und damit die Erwartungen weit übertroffen hatte, dank beliebter Programme wie dem Addams Family-Spin-off Wednesday und der Dokumentarserie Harry & Meghan. Für das dritte Quartal hatte Netflix 4,5 Millionen neue Abonnenten erwartet.

"Während die Wall Street unter der Last der Rezessionsangst und der Nervosität der US-Notenbank leidet, hat Netflix mit seinen überragenden Abonnentenzahlen für den dringend benötigten Optimismus gesorgt", so Sophie Lund-Yates, Analystin bei Hargreaves Lansdown.

Im April letzten Jahres schockierte Netflix die Anleger mit der Bekanntgabe, dass das Unternehmen Abonnenten verloren hatte, was zu einer drastischen Neubewertung der gesamten US-Medienbranche an der Börse führte. Nach der "Netflix-Korrektur" wurde die Wall Street skeptischer gegenüber dem Streaming-Videomarkt, konzentrierte sich mehr auf die Rentabilität und zwang die großen Unterhaltungsunternehmen zu mehr Kostenbewusstsein.

Ende 2022 hatte Netflix 231 Millionen bezahlte Abonnenten und verzeichnete mit einem Plus von 8 Millionen das schlechteste jährliche Wachstum seit einem Jahrzehnt. "2022 war ein hartes Jahr, mit einem holprigen Start, aber einem besseren Ende", schrieb das Unternehmen in einem Brief an die Investoren.

Der Umsatz stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 2 % auf 7,9 Mrd. $. Der Nettogewinn sank im dritten Quartal auf 55 Mio. USD gegenüber 607 Mio. USD im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was zum Teil auf den starken US-Dollar zurückzuführen ist. Das Betriebsergebnis sank von 632 Mio. $ auf 550 Mio. $.

Das Unternehmen gab im dritten Quartal 4 Milliarden Dollar für Inhalte aus, gegenüber 5,7 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Die Netflix-Aktien haben sich von den Tiefstständen des letzten Jahres etwas erholt und sind in diesem Jahr um 9% gestiegen. Dennoch ist der Börsenwert von Netflix mit 141 Milliarden Dollar immer noch weniger als die Hälfte dessen, was er während der Koronavirus-Pandemie war.

Angesichts des verlangsamten Abonnentenwachstums hat Netflix zwei wichtige Schritte unternommen, um sein Geschäft zu stützen: die Einführung einer billigeren Version seines Streaming-Dienstes mit Werbung und der Versuch, die Weitergabe von Passwörtern einzuschränken, die das Unternehmen in Zeiten des starken Wachstums weitgehend ignoriert hatte.

Netflix hat in Zusammenarbeit mit Microsoft schnell ein Werbeangebot entwickelt und die Plattform im November für 7 US-Dollar pro Monat eingeführt. Das Unternehmen zeigte sich am Donnerstag zufrieden mit den "ersten Ergebnissen".

Mit diesen beiden potenziellen neuen Einnahmequellen hat Netflix aufgehört, den Anlegern Prognosen für das Abonnentenwachstum zu geben - eine symbolische Veränderung für ein Unternehmen, dessen Aktienkurs jahrelang durch das Abonnentenwachstum in die Höhe geschossen ist.

Die Beförderung von Peters, der maßgeblich an der Einführung des Netflix-Anzeigengeschäfts beteiligt war, "zeigt, wie wichtig das Anzeigengeschäft für Netflix ist", so Paul Verna, Analyst bei Insider Intelligence.

"So wie Sarandos' frühere Beförderung Netflix' Reifung von einem Tech-Unternehmen zu einem Film- und Fernsehstudio signalisierte, rückt nun die Werbung neben den Inhalten in den Mittelpunkt des Geschehens.

NetflixGeldpolitikMicrosoft

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.