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Netflix-CMO Saint John: Erfolg durch Ignorieren von Karriereratschlägen

Bozoma Saint John, erste schwarze C-Level-Führungskraft bei Netflix, verrät ihren unkonventionellen Weg zum Erfolg. Die 48-Jährige ignorierte bewusst gut gemeinte Ratschläge und machte ihre Individualität zur Stärke.

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Netflix-CMO Saint John: Erfolg durch Ignorieren von Karriereratschlägen

Bozoma Saint John hat sich in der Tech-Branche einen Namen gemacht – nicht trotz, sondern wegen ihrer Andersartigkeit. Die 48-jährige Marketingexpertin war Chief Marketing Officer bei Netflix und die erste schwarze Führungskraft auf C-Ebene des Streaming-Riesen. Zuvor hatte sie als erste Chief Branding Officer von Uber die Aufgabe, das ramponierte Image des Fahrdienstleisters wieder aufzupolieren.

Der Ratschlag, der alles veränderte

Im Gespräch mit CNBC Make It verriet Saint John, welcher Karrieretipp sie am meisten geprägt hat – allerdings anders als beabsichtigt. Eine frühere Vorgesetzte riet ihr, niemals roten Lippenstift oder roten Nagellack zu tragen. "Sie tat dies in guter Absicht, nach dem Motto: 'Sie betreten einen Raum und wollen nicht zu auffällig sein. Sie wollen nicht, dass sich die Leute eine Meinung über Sie bilden, bevor Sie überhaupt den Mund aufmachen'", erinnert sich Saint John.

Doch dieser gut gemeinte Ratschlag hatte zunächst eine negative Wirkung. "Das brachte mich dazu, mein Auftreten in Räumen zu hinterfragen. Als schwarze Frau, die ziemlich groß ist und eine auffällige Garderobe hat, fühlte ich mich dadurch wirklich eingeschränkt", so die Managerin.

Authentizität als Erfolgsfaktor

Saint John entschied sich bewusst dagegen, diesen Ratschlag zu befolgen. Stattdessen machte sie ihre Individualität zu ihrem Markenzeichen. Diese Entscheidung zahlte sich aus: 2016 sorgte sie für Schlagzeilen, als sie die Bühne der jährlichen Apple-Konferenz aufmischte – obwohl sie, wie sie selbst sagt, nicht wie ein typischer "Apple Fan Boy" aussah.

Die Karriere von Saint John zeigt eindrucksvoll, dass Authentizität in der Führungsetage nicht nur möglich, sondern sogar vorteilhaft sein kann. Ihre mutigen Karriereschritte sind ebenso markant wie ihr persönlicher Stil – und genau das macht sie zu einer der bemerkenswertesten Führungspersönlichkeiten der Tech-Branche.

Bedeutung für die Arbeitswelt

Saint Johns Erfahrung wirft wichtige Fragen zur Diversität und Authentizität in Führungspositionen auf. Gerade in Deutschland, wo die Diskussion über Vielfalt in Vorstandsetagen intensiv geführt wird, liefert ihre Geschichte wertvolle Impulse. Sie beweist, dass Individualität und Professionalität kein Widerspruch sein müssen – im Gegenteil.

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