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Paramount scheitert vor Gericht im Kampf um Warner Bros. Discovery

Ein Gericht in Delaware hat einen Eilantrag von Paramount gegen Warner Bros. Discovery abgewiesen. Der Medienkonzern wollte Details zur geplanten 72-Milliarden-Dollar-Fusion mit Netflix erzwingen.

Paramount scheitert vor Gericht im Kampf um Warner Bros. Discovery

Im Übernahmekampf um Warner Bros. Discovery (WBD) hat Paramount einen juristischen Rückschlag erlitten. Richterin Morgan Zurn vom Delaware Chancery Court wies am Donnerstag einen Antrag ab, mit dem Paramount WBD zur Offenlegung detaillierter Informationen über die geplante Fusion mit Netflix zwingen wollte. Paramount hatte auch eine Beschleunigung des Verfahrens gefordert, da das eigene Übernahmeangebot bereits am kommenden Mittwoch ausläuft.

Die Richterin begründete ihre Entscheidung damit, dass Paramount keinen irreparablen Schaden durch die angeblichen Informationslücken nachweisen konnte. Zudem stünden dem Unternehmen andere Wege zur Beschaffung der gewünschten Informationen offen. Paramount hatte insbesondere Details zur Bewertung des globalen Netzwerk-Geschäfts gefordert, das im Rahmen einer geplanten Aufspaltung von WBD entstehen soll.

Intensive Lobbyarbeit in Europa

Parallel zur juristischen Auseinandersetzung intensiviert Paramount seine Lobbyarbeit auf politischer Ebene. Gerry Cardinale, Chef von RedBird Capital Partners und enger Vertrauter von Paramount-CEO David Ellison, ist diese Woche in Europa unterwegs. Sein Ziel: Aufsichtsbehörden von der Überlegenheit des Paramount-Angebots zu überzeugen und gegen den Deal zwischen Warner und Netflix zu mobilisieren.

Cardinale argumentiert scharf gegen die geplante 72-Milliarden-Dollar-Fusion. Der Deal würde den Wettbewerb "töten", so der RedBird-Chef. In einem Interview betonte er, dass David Ellison "mehr für die Aktionäre von Warner Brothers in drei Monaten getan hat als CEO David Zaslav in drei Jahren". Dies sei eine ernste Angelegenheit und kein "Schülerratswahlkampf".

Kampf um die Zukunft der Medienbranche

Der Übernahmekampf um Warner Bros. Discovery zeigt die Konsolidierungsdynamik in der Medienbranche. Während Streaming-Giganten wie Netflix ihre Marktposition durch Übernahmen stärken wollen, versuchen traditionelle Medienkonzerne wie Paramount, ihre Position zu verteidigen. Die Entscheidung der europäischen Aufsichtsbehörden könnte wegweisend für künftige Megadeals in der Branche sein.

Für Paramount läuft die Zeit: Mit dem Ablauf des Übernahmeangebots am kommenden Mittwoch muss das Unternehmen entscheiden, ob es sein Gebot erhöht oder sich aus dem Rennen zurückzieht. Die abgewiesene Klage erschwert die Entscheidungsfindung, da wichtige Informationen über die Bewertung von WBD weiterhin fehlen.

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