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Netflix-Aktie unter Druck: Gewinnsprung überschattet von Warner-Deal

Netflix steigert Gewinn um 29% auf 2,42 Mrd. Dollar und knackt die 325-Millionen-Nutzer-Marke. Doch die geplante 83-Milliarden-Übernahme von Warner Bros. Discovery lässt die Aktie nachbörslich um 5% einbrechen.

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Netflix-Aktie unter Druck: Gewinnsprung überschattet von Warner-Deal

Der Streaming-Gigant Netflix hat im vergangenen Quartal starke Geschäftszahlen vorgelegt. Der Nettogewinn kletterte um beeindruckende 29 Prozent auf 2,42 Milliarden Dollar. Gleichzeitig wuchs der Umsatz um 17,6 Prozent auf über zwölf Milliarden Dollar, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss mitteilte.

Nutzerwachstum übertrifft Erwartungen

Erstmals seit einem Jahr gab Netflix wieder konkrete Nutzerzahlen bekannt: Mehr als 325 Millionen Abonnenten nutzen mittlerweile die Plattform weltweit. Das entspricht einem Zuwachs von über 23 Millionen zahlenden Kunden seit Jahresende 2024, als Netflix noch 301,6 Millionen Nutzer verzeichnete.

Die Marktdominanz des Streaming-Pioniers zeigt sich auch in den Zuschauerzahlen: Laut Marktforscher Nielsen laufen acht der zehn meistgesehenen Streaming-Produktionen bei Netflix. Besonders erfolgreich waren der neue "Knives Out"-Film und die neueste Staffel von "Stranger Things", die allein 15 Milliarden Minuten gestreamt wurde – das entspricht umgerechnet etwa 28.500 Jahren Sehzeit.

Warner-Übernahme belastet Aktienkurs massiv

Trotz der soliden Quartalsergebnisse reagierte der Markt enttäuscht. Die Netflix-Aktie verlor im nachbörslichen Handel fünf Prozent. Hauptgrund für die Zurückhaltung der Investoren ist die geplante Mega-Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) für knapp 83 Milliarden Dollar.

Netflix kündigte an, für die Finanzierung des Deals seine Aktienrückkäufe auszusetzen. Um die Aktionäre zu besänftigen, verzichtete das Management auf eine ursprünglich geplante Aktienkomponente und will den Kaufpreis von 27,75 Dollar je WBD-Aktie vollständig in bar zahlen.

Aktienkurs seit Deal-Ankündigung unter Druck

Die Übernahmepläne belasten die Netflix-Aktie erheblich: Seit Bekanntwerden der Warner-Ambitionen hat das Papier bereits rund 30 Prozent an Wert verloren. Die Investoren zeigen sich skeptisch, ob die Integration des traditionsreichen Hollywood-Studios gelingen kann.

Netflix rechnet damit, dass die WBD-Aktionäre bis April über das Angebot abstimmen werden. Der Konkurrent Paramount Skydance war Anfang Januar mit einem nachgebesserten Gebot im WBD-Verwaltungsrat gescheitert.

Verhaltener Ausblick dämpft Euphorie

Zusätzlich zur Übernahme-Unsicherheit belastet die schwache Prognose die Stimmung. Nach Jahren starken Wachstums stellt Netflix für das laufende Quartal nur noch einen nahezu stagnierenden Umsatz von etwa 12,1 Milliarden Dollar in Aussicht. Für Anleger ein deutliches Warnsignal, dass das organische Wachstum des Streaming-Marktführers an Grenzen stoßen könnte.

Die Kombination aus hoher Verschuldung durch den Warner-Deal, ausgesetzten Aktienrückkäufen und verlangsamtem Wachstum stellt Netflix vor strategische Herausforderungen. Ob die Übernahme langfristig Mehrwert schafft, wird sich erst in den kommenden Quartalen zeigen.

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