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Nasdaq ändert Regeln – SpaceX-Börsengang wird zum Gewinner

Neue Nasdaq-Regeln begünstigen Mega-Börsengänge massiv – und kommen SpaceX sowie Elon Musk besonders zugute.

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Nasdaq ändert Regeln – SpaceX-Börsengang wird zum Gewinner

Die Nasdaq hat heute eine neue Methodik in Kraft gesetzt, die Börsengänge sehr großer Unternehmen erheblich begünstigt. Die Regeländerungen umfassen die Abschaffung von Mindestanforderungen an den Streubesitz (Free Float), eine schnelle Aufnahme in den Index sowie günstige Regeln zur Berechnung der Indexgewichtung. Beobachter sehen darin einen klaren Vorteil für SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, das als potenziell größter Börsengang der Geschichte gilt.

Der Schritt der Nasdaq kommt nicht überraschend. Die Börse steht unter erheblichem Wettbewerbsdruck, nachdem sie im vergangenen Jahr gleich mehrere bedeutende Tech-Börsengänge an die Konkurrenz verlor. Figma, Klarna und Circle entschieden sich allesamt für die New York Stock Exchange (NYSE) statt für die Nasdaq – ein empfindlicher Rückschlag für die traditionell technologieaffine Handelsplattform.

Wettbewerb um den größten Börsengang der Geschichte

Börsen verdienen einen Großteil ihrer Einnahmen durch Handelsvolumina. Im Falle von SpaceX dürften diese außergewöhnlich hoch ausfallen, was die Nasdaq zu einem aggressiven Werben um den Deal motiviert. Laut FT Markets scheinen auch die größten US-Investmentbanken zu verstehen, was nötig ist, um beim potenziell größten Börsengang der Geschichte dabei zu sein.

Die neuen Regeln sind dabei besonders clever konstruiert: Die Abschaffung der Mindestanforderungen an den Free Float bedeutet, dass SpaceX nur einen kleinen Teil seiner Aktien an der Börse platzieren müsste, um dennoch vollständig in den Index aufgenommen zu werden. Bislang mussten Unternehmen einen bestimmten Anteil ihrer Aktien für den freien Handel verfügbar machen – eine Hürde, die für Gründer und Großaktionäre wie Musk bedeutete, mehr Kontrolle abzugeben als gewünscht.

Die schnelle Indexaufnahme ist ein weiterer entscheidender Vorteil. Unternehmen, die rasch in wichtige Indizes aufgenommen werden, profitieren automatisch von Käufen durch Indexfonds und ETFs – das sorgt für zusätzliche Nachfrage nach den Aktien und stabilisiert den Kurs nach dem Börsengang. Für SpaceX würde dies eine enorme passive Nachfrage bedeuten, ohne dass das Unternehmen dafür aktiv werben müsste.

Freier Streubesitz als strategischer Hebel

Für deutsche Privatanleger ist der Begriff Free Float besonders relevant: Er beschreibt den Anteil der Aktien eines Unternehmens, der tatsächlich frei an der Börse gehandelt werden kann. Ein niedriger Free Float bedeutet weniger handelbare Aktien, was die Liquidität einschränkt – aber auch die Kontrolle des Gründers sichert. Die neuen Nasdaq-Regeln entkoppeln nun die Indexaufnahme von dieser Anforderung.

Die Entwicklung zeigt, wie stark der Wettbewerb zwischen den großen US-Börsenplätzen geworden ist. Nasdaq und NYSE buhlen intensiv um die begehrtesten Börsenkandidaten, und die Regeländerungen der Nasdaq sind ein deutliches Signal: Man ist bereit, die eigenen Strukturen anzupassen, um im Rennen um Mega-IPOs konkurrenzfähig zu bleiben. Ob SpaceX letztlich an der Nasdaq oder der NYSE an die Börse geht, bleibt abzuwarten – die Weichen werden jedoch bereits jetzt gestellt.

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