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Morgan Stanley sieht Meta als KI-Gewinner mit vier Wachstumskatalysatoren

Analyst Brian Nowak bekräftigt „Top Pick"-Status und sieht 30% Aufwärtspotenzial trotz kurzfristiger Kapitalsorgen.

Morgan Stanley sieht Meta als KI-Gewinner mit vier Wachstumskatalysatoren

Morgan Stanley-Analyst Brian Nowak hält die anhaltende Skepsis der Wall Street gegenüber den massiven KI-Investitionen von Meta Platforms für übertrieben. In einer aktuellen Research-Note bekräftigte Nowak den Status der Meta-Aktie als „Top Pick" und behielt ein Kursziel von 775 US-Dollar bei. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 30% gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

Die verhaltene Anlegerstimmung gegenüber Meta erklärt Nowak mit der begrenzten Transparenz über die Renditen der geplanten Investitionsausgaben. Das Unternehmen plant für die Jahre 2027 und 2028 Kapitalaufwendungen in Höhe von 380 Milliarden US-Dollar – eine Summe, die viele Investoren verunsichert. Nowak argumentiert jedoch, dass vier neu entstehende Produktbereiche den Gewinn pro Aktie im Jahr 2028 jeweils um 1 bis 3 US-Dollar steigern könnten.

Vier Wachstumskatalysatoren im Überblick

Der erste Katalysator ist eine milliardenschwere Suchmöglichkeit, die in Meta AI integriert werden soll. Nowak schätzt, dass das Tool bei einer Nutzerbasis von 1 Milliarde Menschen und einer Monetarisierung von nur 10% der täglichen Suchanfragen einen Jahresumsatz von über 10 Milliarden US-Dollar generieren könnte. Damit würde Meta direkt in den lukrativen Suchmarkt eintreten, der bislang von Google dominiert wird.

Als zweiten Katalysator sieht der Analyst gestaffelte Abonnementpakete für Metas 3,5 Milliarden täglich aktive Nutzer. Selbst eine bescheidene Akzeptanz unter den 50 Millionen Content-Erstellern und Millionen von Werbetreibenden könnte laut Nowak zusätzliche Einnahmen von 7 Milliarden US-Dollar generieren und den Gewinn pro Aktie um 2 US-Dollar steigern.

Der dritte Wachstumstreiber betrifft Metas Kerngeschäft mit Werbeanzeigen. Dieses profitiert von einer umfassenden, GPU-gestützten Überarbeitung des maschinellen Lernens. Nowak betont, dass jedes Aufwärtspotenzial von 1% gegenüber den modellierten Werbeeinnahmen für 2028 dem Unternehmen 3,5 Milliarden US-Dollar zuführen und den Gewinn pro Aktie um 2,5% steigern würde.

Als vierten Katalysator hebt Nowak ein sogenanntes „Neocloud-Sicherheitsnetz" hervor. Dabei geht es um die Möglichkeit, ungenutzte Rechenkapazitäten an externe Unternehmenskunden zu vermieten. Wenn Meta nur ein Gigawatt seiner massiven Kapazität zu marktüblichen Preisen vermietet, könnte dies den freien Cashflow stützen und ein Aufwärtspotenzial von mindestens 8% für den Gewinn im Jahr 2028 bieten.

Kurzfristige Belastungen drücken auf den Kurs

Trotz des positiven langfristigen Ausblicks von Morgan Stanley lasten kurzfristige Kapitalsorgen weiterhin auf dem Börsenwert des Tech-Konzerns. Die Meta-Aktie ist im vergangenen Jahr um 15% gefallen und blieb damit deutlich hinter dem S&P 500 zurück, der im gleichen Zeitraum um 23% zulegte.

Besonders deutlich wurde der Druck am Freitag, als die Aktie während der regulären Handelszeiten um 5,5% einbrach. Auslöser war ein Bericht der Financial Times, wonach Meta eine umfassende Kapitalerhöhung in Erwägung zieht, um den Ausbau seiner KI-Infrastruktur zu finanzieren. Dem Bericht zufolge prüft das Unternehmen aktiv den Verkauf neuer Aktien im Wert von zig Milliarden US-Dollar.

Bei der derzeitigen Bewertung wird Meta auf Basis der Konsens-Gewinnschätzungen mit einem Abschlag von 30% gegenüber Alphabet – dem Google-Mutterkonzern – gehandelt. Das liegt fast zwei Standardabweichungen unter dem historischen Durchschnitt des Unternehmens. Für Morgan Stanley ist genau das ein Argument für die Aktie: Der Markt unterschätze die langfristigen Ertragspotenziale, die durch KI freigesetzt werden könnten.

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