Microsoft-Enttäuschung belastet Wall Street vor Alphabet- und Amazon-Zahlen
Arbeitsmarktdaten und Tech-Berichtssaison setzen US-Aktien unter Druck, während KI-Euphorie bröckelt.

Die US-Aktienmärkte stehen vor einer entscheidenden Woche. Nach den enttäuschenden Quartalszahlen von Microsoft richten sich alle Blicke auf die anstehenden Berichte der Tech-Giganten Alphabet und Amazon. Zudem werden die US-Arbeitsmarktdaten am 6. Februar wichtige Hinweise auf die weitere Geldpolitik der Federal Reserve liefern.
Microsoft-Aktien brachen am Donnerstag ein, nachdem das Cloud-Geschäft die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Der Software-Konzern hatte massiv in KI-Infrastruktur investiert, doch die erhofften Erträge blieben aus. Die Enttäuschung zog den gesamten Software-Sektor in Mitleidenschaft und weckt Zweifel an der KI-Euphorie der vergangenen Monate.
Bewertungen auf Rekordniveau
Der S&P 500 notiert trotz der jüngsten Schwäche noch immer rund 2 Prozent im Plus für das Jahr 2025 und bewegt sich nahe seiner Rekordhochs. Anfang der Woche überschritt der Leitindex erstmals die Marke von 7.000 Punkten, bevor er wieder zurückfiel. Anleger werden angesichts der hohen Bewertungen zunehmend vorsichtiger, besonders bei Tech-Aktien.
"Für Unternehmen mit sehr hohen Erwartungen liegt die Pflicht bei ihnen, zu liefern", erklärt Jim Baird, Chief Investment Officer bei Plante Moran Financial Advisors. "Selbst wenn sie Wachstum zeigen, aber dieses Wachstum nicht den Erwartungen entspricht, besteht das Risiko, dass der Aktienkurs abgestraft wird."
Berichtssaison im vollen Gang
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Zur AktienanalyseIn der kommenden Woche wird etwa ein Viertel der S&P 500-Unternehmen Quartalsergebnisse vorlegen. Das erwartete starke Gewinnwachstum gilt als wichtige Stütze für die optimistischen Prognosen für 2026. Von den 133 Unternehmen, die bis Donnerstag berichtet hatten, zeigt sich bislang ein gemischtes Bild.
Die Federal Reserve hatte in dieser Woche ihren Zinssenkungszyklus unterbrochen und auf Anzeichen einer Stabilisierung am Arbeitsmarkt verwiesen. Der monatliche Arbeitsmarktbericht wird daher besonders aufmerksam verfolgt, da er Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs geben könnte. Der US-Aktienmarkt befindet sich aktuell im vierten Jahr eines Bullenmarktes, doch die Nervosität der Anleger nimmt zu.


