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Microsoft-Aktie steigt nach starken Zahlen: Azure-Wachstum beschleunigt sich

Der Softwarekonzern übertrifft mit einem bereinigten Gewinn von 4,89 Dollar je Aktie und 92,28 Milliarden Dollar Umsatz die Erwartungen der Analysten.

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Microsoft-Aktie steigt nach starken Zahlen: Azure-Wachstum beschleunigt sich

Microsoft hat am späten Mittwoch die Erwartungen der Wall Street für das erste Quartal des Geschäftsjahres sowie seine Ausblickprognosen klar übertroffen. Der Software- und Cloud-Computing-Riese aus Redmond im US-Bundesstaat Washington erzielte in dem zum 30. September endenden Quartal einen bereinigten Gewinn von 4,89 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 92,28 Milliarden Dollar. Von FactSet befragte Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Gewinn von 4,71 Dollar je Aktie gerechnet. Die Microsoft-Aktie (MSFT) stieg im erweiterten Handel deutlich an.

Damit übertraf der Konzern die Konsensschätzung der Analysten beim bereinigten Ergebnis je Aktie spürbar. Besonders bemerkenswert: Microsoft konnte nicht nur die Zahlen des abgelaufenen Quartals besser als erwartet präsentieren, sondern auch seine Ausblickprognosen klarer als vom Markt veranschlagt bestätigen und anheben. Solche Ausblicke sind für Investoren an der Wall Street oft ebenso wichtig wie das reine Quartalsergebnis, weil sie Rückschlüsse auf die künftige Geschäftsentwicklung zulassen. Der Kurs reagierte entsprechend positiv im nachbörslichen Handel, wo US-Aktien nach Handelsschluss an der Nasdaq weiter gehandelt werden können.

Azure-Wachstum als zentraler Kurstreiber

Als wesentlicher Grund für die freundliche Marktreaktion gilt das beschleunigte Wachstum von Azure, der Cloud-Plattform von Microsoft. Cloud-Dienste sind für den Konzern seit Jahren die wichtigste Wachstumsquelle, weil Unternehmen weltweit Rechenleistung, Speicherplatz und Softwareanwendungen zunehmend als Abonnement aus dem Rechenzentrum beziehen, statt eigene Server zu betreiben. Wächst Azure schneller als zuvor, signalisiert das Investoren eine anhaltend starke Nachfrage nach diesen Dienstleistungen. Genau diese Dynamik dürfte den Ausschlag für den Kursanstieg nach Handelsschluss gegeben haben.

Für Anleger ist die Unterscheidung zwischen dem bereinigten und dem unbereinigten Gewinn je Aktie wichtig. Der bereinigte Gewinn blendet Sondereffekte wie Restrukturierungskosten, Abschreibungen auf Zukäufe oder Aktienvergütungen aus und gilt deshalb als aussagekräftiger Maßstab für das operative Geschäft. Analysten orientieren ihre Schätzungen üblicherweise an dieser Kennzahl, sodass der Vergleich von 4,89 Dollar je Aktie mit der erwarteten 4,71 Dollar je Aktie die eigentliche Überraschung des Quartalsberichts markiert.

Hinzu kommt die Besonderheit des Microsoft-Geschäftsjahres: Es weicht vom Kalenderjahr ab und beginnt bereits im Sommer. Das nun gemeldete erste Quartal endete daher am 30. September. Deutsche Anleger, die über US-Aktien oder entsprechende Fonds investiert sind, verfolgen diese Berichte besonders aufmerksam, weil Microsoft zu den schwergewichtigsten Titeln an den US-Indizes zählt und damit die Stimmung am gesamten Technologiemarkt beeinflussen kann.

Was das für den Markt bedeutet

Der Umsatz von 92,28 Milliarden Dollar und der bereinigte Gewinn von 4,89 Dollar je Aktie setzen für die kommenden Quartale eine hohe Messlatte. Gelingt es Microsoft, das beschleunigte Azure-Wachstum zu halten, dürfte das auch die Erwartungen an andere Cloud-Anbieter prägen. Der nachbörsliche Kursanstieg zeigt, dass der Markt die vorgelegten Zahlen und den Ausblick als Bestätigung der Wachstumsstory wertet. Die vollständigen Details des Berichts sowie die Reaktion im regulären Handel am folgenden Tag bleiben für die weitere Einordnung entscheidend.

Quelle: Investor's Business Daily.

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