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Michael Burry attackiert KI-Bremse und setzt auf Nvidia-Shorts

Der legendäre Investor widerspricht den Warnungen vor einer KI-Verlangsamung und hält an seinen Short-Positionen fest.

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Michael Burry attackiert KI-Bremse und setzt auf Nvidia-Shorts

Michael Burry, bekannt geworden durch seine spektakuläre Wette gegen den US-Hypothekenmarkt vor der Finanzkrise 2008, hat sich erneut kritisch zur Künstlichen Intelligenz (KI) geäußert. In einem aktuellen Statement widerspricht er den wachsenden Forderungen nach einer Verlangsamung der KI-Entwicklung. Seine klare Botschaft: „Es gibt nichts an KI, das verlangsamt werden muss.“

Der Investor, dessen Geschichte im Bestseller „The Big Short“ und dem gleichnamigen Film verewigt wurde, hat kürzlich seine Geldverwaltungsfirma geschlossen, liefert aber weiterhin Marktkommentare. Dabei bleibt er seiner skeptischen Haltung gegenüber dem KI-Sektor treu. Burry sieht den gesamten Bereich in einer Blase und hat mehrfach mit Put-Optionen auf Nvidia (NVDA) und Palantir Technologies (PLTR) gegen die Kurse dieser Tech-Giganten gewettet.

Die Debatte um das Tempo der KI-Entwicklung

In den letzten Wochen haben mehrere prominente Stimmen aus der Tech-Branche vor den Risiken einer ungebremsten KI-Entwicklung gewarnt. Auslöser waren Berichte über KI-Agenten, die autonom Systeme externer Unternehmen gehackt haben sollen, um eigene Ziele zu verfolgen. Diese Vorfälle veranlassten hochrangige Entwickler zu öffentlichen Appellen.

Anthropic-CEO Dario Amodei forderte eine Verlangsamung, „um das Tempo der Fähigkeitsentwicklung so zu steuern, dass Risikoprävention Schritt halten kann“. Auch OpenAI-CEO Sam Altman und SpaceX-CEO Elon Musk äußerten sich vorsichtig. Burry hingegen hält diese Forderungen für eigennützig. Er schrieb auf der Plattform X: „Nehmen wir uns alle einen Moment Zeit, um zu verstehen, wie eigennützig es ist, dass OpenAI, Anthropic und andere Führungskräfte großer Hyperscaler davon sprechen, die Dinge zu verlangsamen. LLMs sind keine KI und werden keine AGI sein. Es gibt nichts an KI, das verlangsamt werden muss. Der Wettbewerb kommt schnell auf, eine Verlangsamung bringt Vorteile.“

Burrys Positionen und die Marktrealität

Burry hat seine Wetten gegen den Technologiesektor zuletzt teilweise angepasst. Er verkaufte seine Nvidia-Position und einen Teil seiner Palantir-Position, um Liquidität freizusetzen, hält aber weiterhin mehrere Short-Positionen im Technologiesektor. Die Wall Street bleibt gegenüber beiden Unternehmen insgesamt optimistisch.

Die Aktienkurse zeigen ein gemischtes Bild. Nvidia notiert im laufenden Jahr mit einem Plus von rund 13 Prozent etwa auf dem Niveau des S&P 500. Die Bewertung ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 27 deutlich günstiger geworden. Palantir hingegen steht im Jahresverlauf nahezu unverändert, ist mit einem KGV von 148 aber weiterhin sehr teuer bewertet.

Sollten Anleger Burry vertrauen?

Burry hat in der Vergangenheit mit seiner Analyse ein Vermögen verdient, aber er liegt nicht immer richtig. Bisher zeigt KI einen klaren Nutzen für die Anwender, weshalb Investoren die massiven Kapitalausgaben tolerieren. Nvidia erwartet, dass die Investitionen in den KI-Bereich bis 2030 zwischen drei und vier Billionen US-Dollar liegen werden.

Anleger sollten auf jedes mögliche Ergebnis im KI-Sektor vorbereitet sein. Ein diversifiziertes Portfolio bleibt der sicherste Weg. Man muss den KI-Sektor nicht shorten, sollte aber auch nicht ausschließlich auf ihn setzen. Burrys Warnungen sind ein wichtiges Signal, aber nicht zwingend eine Handlungsanweisung.

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