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Meta-Aktie: Suchtgefahr macht Facebook zum neuen Tabak-Investment

Glänzende Quartalszahlen treffen auf wachsende Kritik am Geschäftsmodell – droht Meta das Schicksal der Tabakindustrie?

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Meta-Aktie: Suchtgefahr macht Facebook zum neuen Tabak-Investment

Der Facebook-Konzern Meta liefert beeindruckende Geschäftszahlen ab. Im vierten Quartal 2024 schnellte der Umsatz um 24 Prozent nach oben. Für das laufende Quartal peilt das Unternehmen Einnahmen zwischen 53,5 und 56,5 Milliarden Dollar an – deutlich über den Analystenschätzungen von 51 Milliarden Dollar. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von zehn Prozent.

Das Werbegeschäft auf Facebook, Instagram und WhatsApp läuft auf Hochtouren. Der Jahresgewinn 2024 erreichte stolze 60 Milliarden Dollar. Mit einer Marktkapitalisierung von 1,8 Billionen Dollar rangiert Meta auf Platz sechs der wertvollsten Börsenunternehmen weltweit. Investoren zeigen sich unbeeindruckt von den massiven geplanten Investitionen.

KI-Offensive verschlingt Rekordsummen

Für 2025 plant Meta Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar – rund doppelt so viel wie im Vorjahr. Das entspricht etwa der Hälfte des erwarteten Jahresumsatzes. Die Milliarden fließen vor allem in den Ausbau der Künstlichen Intelligenz, um im Tech-Wettrennen nicht zurückzufallen.

Gründer Mark Zuckerberg investiert dabei oft nach eigenem Gutdünken. Das Metaversum, einst als Zukunftsprojekt ausgerufen und Namensgeber des Konzerns, entpuppte sich als kostspieliger Flop. Dennoch hält die Börse dem Konzernchef die Treue – das Kerngeschäft wirft einfach zu viel Profit ab.

Suchtvorwürfe vor Gericht

Während Anleger die Zahlen feierten, begann in den USA ein brisanter Gerichtsprozess. Meta und die zu Alphabet gehörende Plattform YouTube müssen sich seit Dienstag schweren Vorwürfen stellen. Die Kläger werfen den Konzernen vor, ihre Algorithmen und App-Designs gezielt so zu gestalten, dass sie suchtähnliches Verhalten auslösen.

Besonders junge Nutzer geraten ins Visier der Kritik. Eltern und Forscher verweisen auf alarmierende Verschlechterungen der psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen. Für Meta bedeuten gerade diese jungen Nutzer jedoch langfristige Werbeeinnahmen über Jahrzehnte hinweg.

Erste Länder ziehen Konsequenzen

Die Politik reagiert zunehmend auf die Bedenken. Australien verbot kürzlich soziale Medien für Jugendliche unter 16 Jahren komplett. Frankreich und Malaysia erwägen ähnliche Schritte. Der Vergleich zur Tabakindustrie drängt sich auf: Möglicherweise werden wir in zehn oder zwanzig Jahren kopfschüttelnd zurückblicken, wie wir potenziell schädliche und süchtig machende Technologien Minderjährigen zugänglich machten.

Für die Renditeaussichten der Meta-Aktie bleiben die Folgen schwer abschätzbar. Die großen Tech-Konzerne haben sich bisher als anpassungsfähig erwiesen. Doch der Ruf könnte dauerhaft leiden. Meta droht, zur neuen Tabakaktie zu werden – ein Investment, das zwar Gewinne abwirft, aber nicht bei jedem Anleger mit gutem Gewissen ins Portfolio wandert.

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