ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Merck erhält FDA-Zulassung für erste orale PCSK9-Cholesterintablette

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Mercks Lipfendra zugelassen – ein Meilenstein in der Cholesterinbehandlung mit oraler Einnahme.

Merck erhält FDA-Zulassung für erste orale PCSK9-Cholesterintablette

Merck (NYSE: MRK) hat am Donnerstag eine wegweisende Zulassung der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA erhalten. Das Medikament Lipfendra, auch unter dem Wirkstoffnamen Enlicitid bekannt, ist der weltweit erste orale PCSK9-Inhibitor, der eine behördliche Genehmigung zur Behandlung von erhöhtem Cholesterinspiegel erhalten hat. Damit betritt Merck Neuland in einem Markt, der bislang von injizierbaren Präparaten dominiert wurde.

Lipfendra ist speziell für die Behandlung von Patienten mit Hypercholesterinämie vorgesehen. Diese Erkrankung ist durch erhöhte LDL-Cholesterinwerte im Blut gekennzeichnet und kann langfristig zu gefährlichen Plaqueablagerungen in den Arterien führen. Erhöhtes LDL-Cholesterin gilt als einer der bedeutendsten Risikofaktoren für Herzerkrankungen und Schlaganfälle.

Wie Lipfendra wirkt – und was es von Statinen unterscheidet

Das neue Medikament blockiert das sogenannte PCSK9-Protein, das eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Cholesterinspiegels im Körper spielt. Dieser Wirkmechanismus unterscheidet Lipfendra grundlegend von den weitverbreiteten oralen Statinen, einer älteren Klasse von Cholesterinmedikamenten. Statine hemmen ein Enzym, das die Leber zur Produktion von Cholesterin benötigt – ein anderer Ansatzpunkt im Stoffwechsel.

Bisher waren PCSK9-Inhibitoren ausschließlich als Injektionspräparate erhältlich. Die Möglichkeit, diesen Wirkstofftyp nun in Tablettenform einzunehmen, könnte die Therapietreue bei Patienten deutlich verbessern, da viele Menschen Injektionen scheuen oder Schwierigkeiten bei der Selbstverabreichung haben.

Strategische Bedeutung für Merck

Die Zulassung kommt für Merck zu einem besonders wichtigen Zeitpunkt. Das Unternehmen steht vor einer erheblichen Herausforderung: Ab 2028 läuft der Patentschutz für das Krebsmedikament Keytruda aus, eines der umsatzstärksten Medikamente weltweit. Mit dem Ablauf des Patents öffnet sich der Markt für günstigere Biosimilar-Versionen, was Merck unter erheblichen Umsatzdruck setzen wird. Lipfendra soll helfen, diese Lücke zu schließen und neue Einnahmequellen zu erschließen.

Merck hat gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mitgeteilt, dass der Listenpreis für Lipfendra bei 10,50 US-Dollar pro Tag auf Basis eines 30-Tage-Vorrats liegen wird. Das entspricht rund 315 US-Dollar pro Monat zum Listenpreis. Wie hoch die tatsächlichen Kosten für Patienten nach Versicherungsrabatten ausfallen werden, bleibt abzuwarten.

Aktie reagiert positiv

Die Finanzmärkte honorierten die Nachricht unmittelbar: Die Merck-Aktie stieg am Donnerstag im vorbörslichen Handel um 1,1 Prozent. Investoren werten die FDA-Zulassung offenbar als positives Signal für die mittelfristige Umsatzentwicklung des Pharmariesen.

Für deutsche Anleger ist Merck & Co. (NYSE: MRK) – nicht zu verwechseln mit dem deutschen Merck KGaA-Konzern aus Darmstadt – ein bedeutender Wert im globalen Pharmabereich. Die Entwicklung eines ersten oralen PCSK9-Inhibitors könnte das Unternehmen in einem wachsenden Marktsegment langfristig positionieren und den Druck durch den bevorstehenden Keytruda-Patentablauf zumindest teilweise abfedern.

MerckLipfendraFda-ZulassungPcsk9-InhibitorCholesterinEnlicitidHypercholesterinämieMrk Aktie

Disclaimer