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Massive Warnstreiks legen Nahverkehr lahm

Streik im Nahverkehr: Massive Einschränkungen für Pendler und Reisende - Was jetzt zu beachten ist

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Massive Warnstreiks legen Nahverkehr lahm

Pendler und Reisende müssen sich am heutigen Tag aufgrund von massiven Warnstreiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf Ausfälle und Verspätungen von Bussen und Bahnen einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat den Nahverkehr in sechs Bundesländern nahezu flächendeckend lahmgelegt, um den Druck in den Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst zu erhöhen.

Die Streikaufrufe betreffen die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, in denen der Nahverkehr in kommunaler Hand ist. Schwerpunkte der Warnstreiks sind dabei das Ruhrgebiet und das Rheinland, aber auch einzelne Städte wie München sind betroffen.

Fußballfans, die das Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig besuchen möchten, müssen sich auf erhebliche Schwierigkeiten bei der An- und Abreise aufgrund des Warnstreiks einstellen. Das Dortmunder Nahverkehrsunternehmen DSW21 hat angekündigt, dass die Bus- und Stadtbahnverbindungen komplett stillgelegt werden. Der Sportverein Borussia Dortmund (BVB) befürchtet ein Verkehrschaos und empfiehlt Fans, frühzeitig zum Stadion zu kommen. Fans, die mit dem Auto anreisen, sollten sich auf längere Fußwege einstellen oder andere Alternativen nutzen.

Nicht betroffen von den Warnstreiks sind die Deutsche Bahn und andere private Verkehrsunternehmen. Deshalb kann es unter Umständen eine Option sein, auf S-Bahnen, Regionalbahnen (RB) und Regionalexpressbahnen auszuweichen. Weitere Alternativen sind etwa Mitfahrgelegenheiten oder Fahrgemeinschaften wie auch Fahrräder oder E-Scooter. Taxi-Kosten werden außer in Ausnahmefällen wie unvorhersehbaren Ereignissen, etwa technischen Defekte oder Naturkatastrophen, in der Regel nicht von Öffentlichen Verkehrsbetrieben erstattet.

In den Verhandlungen für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen fordern die Gewerkschaft ver.di und der Beamtenbund dbb angesichts von Inflation, Energiekrise und Personalmangel 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Bei der zweiten Verhandlungsrunde hatte es vergangene Woche noch keine Einigung gegeben. Ein Angebot der Arbeitgeber hatten die Gewerkschaften als unzureichend zurückgewiesen.

Sollte es in der dritten Tarifrunde am 27. März keine Einigung geben, plant ver.di-Chef Frank Werneke eine Urabstimmung für einen regulären Streik im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes. Die Entscheidung, ob ein Streik durchgeführt werden soll oder nicht, läge dann bei den Mitgliedern der Gewerkschaft. Kritik an der Höhe der ver.di-Forderung wies Werneke zurück.

Streik ArbeitsmarktAuto & MobilitätDeutsche Bahnver.di

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