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Marktrückzug vor SAP-Zahlen belastet DAX

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Marktrückzug vor SAP-Zahlen belastet DAX

Die Anleger an den deutschen Aktienmärkten haben Gewinne mitgenommen und sich vor neuen Zahlen zurückgezogen. Besonders im späten Handel verlor der DAX deutlich an Boden und schloss bei 19.461 Punkten, was einem Rückgang von 1,0 Prozent entspricht. Das Tageshoch hatte zuvor bei 19.645 Punkten gelegen, bevor der Leitindex in die Verlustzone drehte. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor ebenfalls und schloss 0,67 Prozent tiefer bei 27.152 Punkten. Nach dem Rekordlauf in der vergangenen Woche kam es nun zu einer Korrektur, die nach Meinung von Experten aus technischer Sicht nicht ungewöhnlich ist.

Im Fokus der Anleger steht vor allem SAP. Aufgrund der hohen Bewertung des Unternehmens wird mit Spannung erwartet, ob SAP den Erwartungen gerecht wird. Jede negative Überraschung könnte sich stark auf den Gesamtmarkt auswirken, da SAP als Schwergewicht im DAX gilt. Die Aktie von SAP schloss mit einem leichten Rückgang bei rund 211 Euro. Analysten erwarten trotz des schwierigen Marktumfelds ein solides Ergebnis, besonders dank großer Abschlüsse im Bereich der Cloudsoftware.

Auch in den USA zeigten sich die Aktienmärkte schwächer. Der Dow Jones verlor rund 0,75 Prozent, während der S&P 500 und die Technologiebörse Nasdaq ebenfalls mit Verlusten handelten. Anleger zogen angesichts hoher Erwartungen an die bevorstehende Berichtssaison der US-Unternehmen Gewinne ab. Die UBS sieht dennoch weiterhin Potenzial für die globalen Aktienmärkte, getrieben durch fallende Zinsen und das Gewinnwachstum.

Der Rentenmarkt reagierte hingegen kaum auf die Zinsfantasien. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel leicht um 0,71 Prozent auf 133,24 Punkte, und die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf 2,20 Prozent. Die Zinssenkungserwartungen in der Eurozone könnten der EZB mehr Spielraum verschaffen, was sich in den kommenden Konjunkturdaten widerspiegeln könnte.

An den Rohstoffmärkten verzeichnete der Goldpreis ein neues Rekordhoch bei 2.737 Dollar, während die Ölpreise ebenfalls zulegten. WTI und Brent stiegen um 1,3 bis 1,5 Prozent. Die Infineon-Aktie verlor im DAX deutlich, während Boeing im Dow Jones von der Aussicht auf ein Ende des Arbeitskampfs profitierte.

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