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Mais-Futures fallen auf Vierwochentief nach enttäuschenden China-Handelsgesprächen

Fehlende konkrete Kaufzusagen Chinas für US-Agrarprodukte schicken Mais-Futures an der CBOT auf Vierwochentief.

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Mais-Futures fallen auf Vierwochentief nach enttäuschenden China-Handelsgesprächen

Die Mais-Futures an der Chicago Board of Trade (CBOT) sind am Freitag auf ein Vier-Wochen-Tief gefallen. Auslöser war die Enttäuschung der Händler über die Ergebnisse der Handelsgespräche zwischen den USA und China, die keine verbindlichen Kaufzusagen für amerikanische Agrarprodukte hervorbrachten.

Nach einem Gipfeltreffen in Peking zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping hatten Marktteilnehmer konkrete Ankündigungen erwartet. Stattdessen blieben die Ergebnisse vage – es wurden keine spezifischen Mengen oder Produkte genannt, die China von den USA erwerben will.

Trumps Versprechen ohne konkrete Details

Präsident Trump erklärte zwar, dass die US-Landwirte mit seinen Handelsabkommen zufrieden sein würden, und verwies darauf, dass China Sojabohnen im Wert von „Milliarden von US-Dollar" kaufen werde. Konkrete Angaben zu neuen Käufen oder festen Liefermengen blieb er jedoch schuldig.

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer äußerte sich etwas konkreter: Er erklärte, die USA erwarteten, dass China nach dem Gipfel Käufe amerikanischer Agrargüter im Wert von „zweistelligen Milliardenbeträgen" zusage. Auch diese Aussage enthielt jedoch keine verbindlichen Zahlen oder Zeitrahmen.

Vor dem Gipfeltreffen hatten einige Marktteilnehmer damit gerechnet, dass China dem Kauf von US-Getreide zustimmen würde – darunter Mais, Sorghum oder Weizen. Diese Erwartungen erfüllten sich nicht, was zu Verkaufsdruck an den Terminmärkten führte.

Technische Faktoren verstärken den Preisrückgang

Neben der politischen Enttäuschung belasteten laut Händlern auch technische Verkäufe die Getreidepreise zusätzlich. Solche technisch motivierten Verkäufe entstehen häufig, wenn wichtige Kursmarken unterschritten werden und automatisierte Handelssysteme oder charttechnisch orientierte Investoren ihre Positionen auflösen.

Der Rückgang der Mais-Futures verdeutlicht, wie stark die Agrarrohstoffmärkte von den Entwicklungen im US-chinesischen Handelsstreit abhängen. China gehört zu den wichtigsten Abnehmern amerikanischer Agrarprodukte, und jede Veränderung in den Handelsbeziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hat unmittelbare Auswirkungen auf die Preise an den Terminbörsen.

Für deutsche Anleger und Beobachter der Rohstoffmärkte ist die Entwicklung relevant, da Mais als wichtiger Agrarrohstoff auch die europäischen Futtermittel- und Lebensmittelmärkte beeinflusst. Die Unsicherheit rund um den US-China-Handel bleibt damit ein zentraler Risikofaktor für die globalen Agrarmärkte.

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