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First Quantum: Panamas Minenstopp kostet 3,5 Milliarden Dollar

Zwei Jahre Stillstand der Kupfermine Cobre Panamá haben Panama laut First Quantum Minerals enorme wirtschaftliche Verluste beschert.

First Quantum: Panamas Minenstopp kostet 3,5 Milliarden Dollar

Das kanadische Bergbauunternehmen First Quantum Minerals (TSX: FM) hat in seinem Steuer- und Transparenzbericht 2025 die finanziellen Folgen des anhaltenden Minenstopps in Panama beziffert. Demnach hat die Aussetzung des Betriebs der Kupfermine Cobre Panamá in den vergangenen zwei Jahren schätzungsweise 3,5 Milliarden US-Dollar an entgangenen Wirtschaftsbeiträgen verursacht. Allein rund 1,1 Milliarden Dollar davon entfallen auf nicht gezahlte Steuern und Lizenzgebühren.

Für das Jahr 2025 allein schätzt First Quantum, dass Cobre Panamá mindestens 1,8 Milliarden Dollar zur panamaischen Wirtschaft beigetragen hätte – wäre die Mine unter dem Steuersystem vor der Suspendierung in Betrieb geblieben. Diese Summe setzt sich zusammen aus mehr als 600 Millionen Dollar an Staatseinnahmen, über 250 Millionen Dollar an Löhnen sowie fast 930 Millionen Dollar für lokale Beschaffung.

Weltweit hat First Quantum nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr in seinen Bergbaugebieten direkt 4,1 Milliarden Dollar beigetragen. Der direkte Gesamtbeitrag an Regierungen beläuft sich damit in den letzten acht Jahren auf 9,6 Milliarden Dollar. Den größten Anteil am wirtschaftlichen Beitrag des Unternehmens im Jahr 2025 hatte Sambia mit 3,5 Milliarden Dollar.

Hintergrund: Proteste und Gerichtsurteil stoppen die Mine

Cobre Panamá gilt als eine der weltweit größten Kupferminen. Ende 2023 ordnete Panamas damalige Regierung die Schließung der Mine an – ausgelöst durch landesweite Proteste und ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, das den Vertrag der Mine für verfassungswidrig erklärte. Seitdem befindet sich der Betrieb im sogenannten Erhaltungs- und Sicherheitsmodus.

First Quantum erklärte, weiterhin mit der panamaischen Regierung und relevanten Stakeholdern im Gespräch zu sein, um eine „dauerhafte Lösung" zu finden. Ziel sei eine Wiederaufnahme des Projekts unter verantwortungsvollen ökologischen und sozialen Standards.

Trotz des Produktionsstopps erzielte Cobre Panamá im Jahr 2025 Erlöse von rund 312 Millionen Dollar. Grundlage dafür war die Verschiffung von 122.520 Trockentonnen zuvor abgebauten Kupferkonzentrats, nachdem Panama Exporte aus gelagertem Material genehmigt hatte. Die Einnahmen flossen in Erhaltungsmaßnahmen, Umweltüberwachung, Personalkosten und lokale Beschaffung.

Über 1.700 Mitarbeiter trotz Produktionsstopp

Finanzvorstand Ryan MacWilliam betonte, dass die Erhaltungsmaßnahmen im Laufe des Jahres 2025 weiterhin mehr als 1.700 Mitarbeiter und Auftragnehmer in Panama beschäftigten. Hinzu kamen rund 107 Millionen Dollar für lokale Beschaffung sowie etwa 30 Millionen Dollar an Lizenzgebühren im Zusammenhang mit den Konzentratexporten.

MacWilliam unterstrich, dass diese Zahlen die anhaltende wirtschaftliche Bedeutung des Betriebs verdeutlichten – auch wenn die eigentliche Produktion weiterhin ausgesetzt sei. First Quantum selbst bezeichnete sich als „Wachstumsunternehmen" und betonte sein Engagement für verantwortungsvollen Bergbau sowie seinen Beitrag zum Wohlstand der Regionen, in denen das Unternehmen tätig ist.

Für Anleger bleibt die Situation rund um Cobre Panamá ein zentrales Thema: Die Mine war vor ihrer Schließung einer der wichtigsten Ertragspfeiler von First Quantum. Eine Wiederaufnahme des Betriebs könnte die Finanzkennzahlen des Unternehmens erheblich verbessern – doch ein konkreter Zeitplan ist bislang nicht in Sicht.

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