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Lyft-Aktie bricht ein: Schwache Prognose und Verlust belasten Fahrdienstleister

Das US-Unternehmen enttäuscht mit Quartalszahlen und einem operativen Verlust von 188 Millionen Dollar für 2025.

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Lyft-Aktie bricht ein: Schwache Prognose und Verlust belasten Fahrdienstleister

Die Aktien des US-Fahrdienstleisters Lyft sind am Montag deutlich unter Druck geraten, nachdem das Unternehmen eine schwächere Prognose für das bereinigte Kernergebnis vorgelegt hat. Zudem meldete Lyft für das Gesamtjahr 2025 einen überraschenden operativen Verlust von 188,4 Millionen Dollar. Analysten hatten nach Daten von Visible Alpha eigentlich mit einem Gewinn von 33,3 Millionen Dollar gerechnet. Die enttäuschenden Zahlen überschatten sogar die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms im Volumen von einer Milliarde Dollar.

Der schwache Ausblick markiert einen Rückschlag für das Comeback des Unternehmens, das im vergangenen Jahr durch verbessertes Buchungswachstum, höhere Margen und die Expansion in neue Regionen geprägt war. Besonders der Wintersturm Fern belastete die Geschäftsentwicklung, da er den Reiseverkehr in weiten Teilen der USA, insbesondere an der Ostküste, erheblich beeinträchtigte. Zusätzlich wirkten sich saisonale Kostendrücke negativ auf die Ergebnisse aus.

Schwaches erstes Quartal erwartet

Für das erste Quartal prognostiziert Lyft ein bereinigtes Kernergebnis zwischen 120 und 140 Millionen Dollar. Dies liegt unter den Analystenschätzungen von 139,4 Millionen Dollar. Finanzchefin Erin Brewer erklärte, dass das erste Quartal saisonal bedingt traditionell schwächer ausfalle, da Fahrgäste weniger Fahrten unternehmen und Preisverbesserungen langsamer greifen.

Zwar hat Kalifornien zum 1. Januar Änderungen eingeführt, die die Versicherungskosten für Fahrdienstvermittler landesweit senken sollen. Die Vorteile dieser Maßnahme werden jedoch zeitverzögert eintreten, so Brewer. Bei den Bruttobuchungen rechnet Lyft mit einem Volumen zwischen 4,86 und 5 Milliarden Dollar, wobei der Mittelwert weitgehend den Erwartungen entspricht.

Wettbewerber Uber zieht davon

"Uber, der Hauptkonkurrent von Lyft, steigert seine Gewinne deutlich schneller als Lyft. Das EPS-Wachstum von Uber liegt bei 20 Prozent, während das von Lyft nur 13,7 Prozent beträgt", kommentierte Andrew Rocco, Aktienstratege bei Zacks Investment Research. Der Abstand zum Branchenprimus wird damit immer größer.

Lichtblicke im vierten Quartal

Trotz der enttäuschenden Gesamtprognose war das vierte Quartal das profitabelste in der Unternehmensgeschichte. Das bereinigte Kernergebnis belief sich auf 154,1 Millionen Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 147,1 Millionen Dollar laut LSEG. Der freie Cashflow für das Gesamtjahr 2025 erreichte 1,12 Milliarden Dollar und lag damit über den Schätzungen von 993,4 Millionen Dollar.

Der Umsatz im Dezemberquartal summierte sich auf 1,59 Milliarden Dollar, allerdings nach einer Belastung von 168 Millionen Dollar durch Änderungen bei Rückstellungen für Rechts-, Steuer- und Regulierungsangelegenheiten sowie Vergleiche. Das Wachstum wurde durch die Expansion nach Europa, Premium-Angebote und Partnerschaften vorangetrieben. Etwa 25 Prozent der Fahrten im vierten Quartal standen im Zusammenhang mit Kooperationen, wobei die Partnerschaft mit DoorDash besonders stark zur Dynamik beitrug.

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