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Luxusgüter-Nachfrage verlangsamt sich im dritten Quartal spürbar

Bank of America senkt Prognose für Luxussektor bis 2027 nach unten.

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Luxusgüter-Nachfrage verlangsamt sich im dritten Quartal spürbar

Die globale Nachfrage nach Luxusgütern hat im dritten Quartal an Dynamik verloren. Wie aus einer aktuellen Analyse der Bank of America hervorgeht, verlangsamte sich das Nachfragewachstum um zwei bis drei Prozentpunkte im Vergleich zum zweiten Quartal. Grund dafür sei vor allem ein schwierigerer Vergleichszeitraum, so die US-Großbank.

Die Verlangsamung konzentrierte sich den Daten zufolge auf den Juli und die ersten beiden Augustwochen. Ab Mitte August bis in die ersten zwei Septemberwochen hinein habe sich die Lage jedoch wieder verbessert. Die Bank of America stützt ihre Analyse auf eigene Branchenkennzahlen.

Prognose für 2026 und 2027 gesenkt

Für das dritte Quartal 2026 rechnet die Bank of America nun mit einem Umsatzwachstum von vier Prozent im Luxussegment. Das wäre drei Prozentpunkte weniger als im zweiten Quartal, bei einem um sechs Prozentpunkte schwierigeren Vergleichswert. Auch die Prognose für 2027 wurde kürzlich nach unten korrigiert: Erwartet wird nun ein Umsatzwachstum von vier Prozent.

Dabei sollen weiche Luxusgüter – etwa Mode, Lederwaren und Accessoires – um drei Prozent zulegen. Harte Luxusgüter wie Uhren und Schmuck sollen mit sechs Prozent Wachstum besser abschneiden. Die Differenzierung zeigt, dass die Nachfrage in den einzelnen Segmenten unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

Bewertung am unteren Ende der Spanne

Der Luxussektor notiert derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20, was dem unteren Ende der historischen Spanne von 20 bis 25 entspricht. Die Bank of America bewertet diese Bewertung zwar als attraktiv, weist jedoch darauf hin, dass dem Sektor kurzfristig ein positiver Katalysator fehle.

Anleger sollten daher genau beobachten, ob sich der positive Trend ab Mitte August bis in den September hinein fortsetzt. Sollte die Erholung anhalten, könnte dies ein erstes Signal für eine Stabilisierung der Nachfrage sein. Die Bank of America bleibt jedoch vorerst vorsichtig.

Fazit für Anleger

Die aktuellen Daten der Bank of America zeichnen ein gemischtes Bild für den Luxusgütersektor. Zwar hat sich die Nachfrage im September etwas erholt, die Verlangsamung im Juli und August belastet jedoch die Gesamtentwicklung im dritten Quartal. Die gesenkten Prognosen für 2026 und 2027 unterstreichen die Unsicherheit. Für Anleger bleibt abzuwarten, ob sich die positive Tendenz aus dem September verfestigt – oder ob weitere Belastungsfaktoren den Sektor unter Druck setzen.

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