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Lula vereinbart Washington-Besuch nach Telefonat mit Trump

Brasiliens Präsident Lula da Silva und US-Präsident Trump führten ein 50-minütiges Gespräch über Venezuela, Friedensinitiativen und organisierte Kriminalität. Lula sagte einen baldigen Besuch in Washington zu.

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Lula vereinbart Washington-Besuch nach Telefonat mit Trump

Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat am Montag in einem ausführlichen Telefongespräch mit US-Präsident Donald Trump einem baldigen Besuch in Washington zugestimmt. Das 50-minütige Gespräch zwischen den beiden Staatschefs behandelte mehrere außenpolitische Brennpunkte, wie die brasilianische Regierung mitteilte.

Venezuela-Krise im Fokus

Ein zentrales Thema war die angespannte Lage in Venezuela. Lula betonte dabei die Bedeutung von "Frieden und Stabilität in der Region". Der brasilianische Präsident hatte zuvor die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die USA kritisiert, der Anfang Januar abgesetzt und nach New York gebracht wurde, um sich dort wegen Drogenhandelsvorwürfen zu verantworten. Lula hatte dieses Vorgehen als Überschreitung "einer inakzeptablen Grenze" verurteilt. Gegenüber Trump unterstrich er die Notwendigkeit, sich für das Wohlergehen des venezolanischen Volkes einzusetzen.

Kritik an Trumps Friedensrat

Bezüglich Trumps neu vorgeschlagenem "Board of Peace" (Friedensrat) äußerte Lula konkrete Bedenken. Der brasilianische Staatschef schlug vor, die am vergangenen Donnerstag gestartete Initiative auf die Situation in Gaza zu beschränken. Globale Mächte befürchten, der Rat könnte eine zu breite Rolle einnehmen und mit den Vereinten Nationen konkurrieren. Lula forderte zudem eine palästinensische Vertretung in dem Gremium.

Spannungen um UN-Konkurrenz

Eine Woche zuvor hatte Lula noch deutlichere Worte gefunden und erklärt, Trump versuche, eine "neue UNO" zu schaffen und deren alleiniger Eigentümer zu sein. Der US-Präsident hingegen betonte, der Friedensrat werde parallel zu den Vereinten Nationen arbeiten. Die brasilianische Regierungserklärung ließ offen, ob Lula Trumps Einladung zur Teilnahme an der Initiative angenommen hat.

Weitere Themen

Neben den geopolitischen Fragen diskutierten beide Präsidenten auch den Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Der angekündigte Besuch Lulas in Washington dürfte die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften Amerikas weiter vertiefen. Ein konkreter Termin für das Treffen wurde noch nicht genannt.

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