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Lufthansa-ITA-Deal vor unerwarteter Hürde

Streit über Kaufpreis gefährdet Partnerschaft und wirtschaftliche Zukunft der ITA

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Lufthansa-ITA-Deal vor unerwarteter Hürde

Die Verhandlungen zwischen der deutschen Lufthansa und der italienischen Regierung bezüglich des Einstiegs bei der italienischen Staatsairline ITA Airways stehen offenbar vor einer unerwarteten Hürde. Einem Insider zufolge gibt es kurz vor Abschluss des Deals Unstimmigkeiten über den Kaufpreis. Demnach habe das italienische Finanzministerium den Deal zunächst gestoppt, da Lufthansa weniger als die vereinbarten 603 Millionen Euro für den Erwerb von 41 Prozent der Anteile zahlen wolle. Ein Sprecher von Lufthansa äußerte dazu, dass sich das Unternehmen an die bestehenden Verträge halten werde.

Die italienischen Tageszeitungen „Corriere della Sera“ und „La Repubblica“ berichteten, dass Lufthansa eine geringere Zahlung anstrebe, weil der Wert der Airline seit der ersten Bewertung vor etwa sechs Monaten gesunken sei. Geplant war, dass die notwendigen Dokumente für die EU-Kommission bereits am Montag in Brüssel eingereicht werden sollten. Diese Papiere wurden von Lufthansa unterzeichnet, doch das italienische Finanzministerium verweigerte offenbar aufgrund der Meinungsverschiedenheit über den Kaufpreis die Unterschrift.

Ob dieser Konflikt das Vorhaben vollständig zum Scheitern bringen wird, ist derzeit noch unklar. Branchenkenner schätzen, dass es sich bei der Differenz um keine allzu hohe Summe handelt. Ein Abbruch der Verhandlungen nach über zweieinhalb Jahren wäre dennoch ein drastischer Schritt. Zudem hat ITA Airways ohne eine strategische Partnerschaft mit Lufthansa angesichts des zunehmenden Wettbewerbs im Luftfahrtsektor nur geringe Chancen, langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu agieren. Sollte die italienische Regierung den Deal tatsächlich aufgeben, wäre ein Neustart der Verhandlungen notwendig. Dabei müsste der Staat ITA zusätzlich finanziell unterstützen und diese Finanzspritze von der EU genehmigen lassen, was einen erheblichen Aufwand bedeuten würde.

Das Problem scheint eine Formulierung in der grundsätzlichen Einigung zwischen Lufthansa und dem italienischen Finanzministerium zu betreffen. Lufthansa plant, vorerst 41 Prozent der Anteile an ITA zu erwerben und zu einem späteren Zeitpunkt schrittweise die restlichen Anteile zu übernehmen. Lufthansa hatte stets betont, dass der Preis für die weiteren Anteile an die zukünftige Entwicklung von ITA gekoppelt sein würde. Diese Bedingung stößt nun kurzfristig auf Widerstand in Rom, was die Verhandlungen ins Stocken bringt.

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