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Lowe's schlägt Wall-Street-Erwartungen trotz schwierigem Wohnungsmarkt

Der US-Heimwerkerriese übertrifft im ersten Quartal Umsatz- und Gewinnschätzungen und bestätigt seinen Jahresausblick.

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Lowe's schlägt Wall-Street-Erwartungen trotz schwierigem Wohnungsmarkt

Lowe's hat am Mittwoch starke Quartalszahlen vorgelegt und damit die Erwartungen der Wall Street sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen. Für den am 1. Mai endenden Dreimonatszeitraum meldete der US-Heimwerkerkonzern einen Nettogewinn von 1,63 Milliarden US-Dollar, was 2,90 US-Dollar je Aktie entspricht. Bereinigt um Einmaleffekte wie Akquisitionskosten erzielte das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,03 US-Dollar – und übertraf damit die Analystenerwartungen laut einer LSEG-Umfrage.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 10 Prozent. Die vergleichbaren Umsätze – ein wichtiger Indikator für organisches Wachstum im Einzelhandel – legten um 0,6 Prozent zu. Lowe's führt dieses Wachstum auf das erfolgreiche Frühlingsgeschäft sowie ein starkes Online-Wachstum von 15,5 Prozent zurück. Zusätzlich trugen die Bereiche Haushaltsgeräte, Heimwerker-Dienstleistungen und das Geschäft mit professionellen Kunden wie Bauunternehmern positiv zum Ergebnis bei.

Trotz der soliden Zahlen gaben die Aktien von Lowe's im vorbörslichen Handel leicht nach. Der Nettogewinn lag mit 1,63 Milliarden US-Dollar minimal unter dem Vorjahreswert von 1,64 Milliarden US-Dollar, was die verhaltene Reaktion der Märkte erklären könnte.

Jahresprognose bestätigt

Das Unternehmen bestätigte zudem seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Lowe's erwartet einen Gesamtumsatz zwischen 92 und 94 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 7 bis 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bei den vergleichbaren Umsätzen rechnet das Unternehmen mit einer Entwicklung zwischen stagnierend und einem Plus von 2 Prozent. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt Lowe's für das Gesamtjahr einen Wert zwischen 12,25 und 12,75 US-Dollar an.

Die Ergebnisse fallen in ein herausforderndes Marktumfeld. Der US-Immobilienmarkt steht unter Druck, und eine zunehmende Konsumzurückhaltung angesichts steigender Benzinpreise belastet die Kauflaune der Verbraucher. Diese Faktoren machen das Umfeld für Heimwerker- und Baumärkte besonders anspruchsvoll, da viele Renovierungsprojekte direkt mit der Aktivität auf dem Wohnungsmarkt zusammenhängen.

Stellenabbau und Konkurrenz durch Home Depot

Im Februar hatte Lowe's bereits rund 600 Stellen in der Verwaltung und im Support gestrichen. Das Unternehmen begründete diesen Schritt damit, sich stärker auf die Mitarbeiter in den Filialen konzentrieren und seine Ressourcen neu ausrichten zu wollen.

Auch der direkte Konkurrent Home Depot meldete zuletzt positive Zahlen. Home Depot erklärte Anfang der Woche, dass seine Kernkundschaft weiterhin widerstandsfähig sei, bestätigte seinen Jahresausblick und übertraf ebenfalls die Erwartungen der Wall Street. Zudem gab Home Depot bekannt, Rückerstattungen von Zöllen beantragt zu haben, was dazu beitragen könnte, steigende Treibstoffkosten auszugleichen.

Für deutsche Anleger ist Lowe's als zweitgrößter Baumarktkonzern der USA nach Home Depot relevant. Das Unternehmen gilt als Gradmesser für die Konsumstimmung und die Lage am US-Immobilienmarkt – zwei Faktoren, die auch globale Finanzmärkte beeinflussen. Die soliden Quartalszahlen und die bestätigte Jahresprognose senden trotz des schwierigen Umfelds ein stabiles Signal an die Investoren.

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