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Lobito-Korridor: Afrikas Eisenbahnprojekt sichert 753 Millionen Dollar Finanzierung

Der Lobito-Korridor in Angola erreicht Finanzabschluss – ein Meilenstein für Afrikas regionale Integration und Infrastrukturentwicklung.

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Lobito-Korridor: Afrikas Eisenbahnprojekt sichert 753 Millionen Dollar Finanzierung

Das grenzüberschreitende Eisenbahnprojekt Lobito-Korridor in Angola hat einen erfolgreichen Finanzabschluss über 753 Millionen US-Dollar erzielt. Dies teilte der Infrastrukturfinanzierungsfonds Africa Finance Corporation (AFC) mit. Die Transaktion markiert einen bedeutenden Meilenstein für die regionale Integration und den wirtschaftlichen Wandel in Afrika.

Die Mittel sollen die Instandsetzung, den Ausbau und den langfristigen Betrieb des bestehenden Schienenkorridors finanzieren. Der Korridor erstreckt sich über 1.300 Kilometer und verbindet den Hafen von Lobito in Angola mit der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo (DRC). Damit schafft das Projekt eine wichtige Verkehrsachse zwischen zwei zentralafrikanischen Schlüsselmärkten.

Betreiber des Projekts ist die Lobito Atlantic Railway (LAR), ein Joint Venture zwischen dem Bau- und Infrastrukturunternehmen Mota-Engil und dem Metall- und Mineralienlogistikunternehmen Trafigura. Die LAR fungiert dabei sowohl als Kreditnehmer als auch als Konzessionsinhaber des Projekts.

Finanzierungsstruktur mit internationalen Entwicklungsbanken

Die Finanzierung setzt sich aus zwei wesentlichen Komponenten zusammen. Den Löwenanteil steuert die US International Development Finance Corporation mit 553 Millionen US-Dollar bei. Weitere 200 Millionen US-Dollar kommen von der Development Bank of Southern Africa. Zusammen decken diese beiden Institutionen die gesamte Finanzierungssumme von 753 Millionen US-Dollar ab.

Die AFC übernahm gemeinsam mit dem Finanzdienstleister Eaglestone die Rolle des Co-Finanzberaters. Beide Institutionen verantworteten die Strukturierung und Mobilisierung der Finanzierung für die LAR. Die Transaktion folgt auf wichtige Finanzierungsvereinbarungen, die bereits Ende des vergangenen Jahres getroffen wurden.

Eaglestone-Gründungspartner Nuno Gil betonte die Bedeutung des Abschlusses: „Das Erreichen des Finanzabschlusses für das Eisenbahnprojekt Lobito-Korridor ist der Höhepunkt jahrelanger Arbeit und ein entscheidender Moment für die Infrastrukturfinanzierung in Subsahara-Afrika. Diese Transaktion zeigt, dass komplexe, grenzüberschreitende Projektfinanzierungen mit mehreren Kreditgebern auf dem Kontinent strukturiert und erfolgreich abgeschlossen werden können."

Strategische Bedeutung für Handel und Wirtschaft

AFC-Präsident und CEO Samaila Zubairu hob die strategische Tragweite des Projekts hervor: „Als einer der strategisch wichtigsten Verkehrskorridore des Kontinents wird das Projekt die regionale Konnektivität stärken, den Handel erleichtern und neue Möglichkeiten für wirtschaftliches Wachstum in Angola und der gesamten Region erschließen."

Das Projekt zielt darauf ab, die Anbindung zwischen Schlüsselmärkten zu verbessern, regionale Handelskorridore zu stärken und den Zugang zu globalen Märkten zu erleichtern. Für deutsche Investoren und Unternehmen, die in der afrikanischen Rohstoff- und Logistikbranche aktiv sind, ist der Lobito-Korridor von besonderem Interesse – schließlich verbindet er die rohstoffreiche Demokratische Republik Kongo mit einem wichtigen Atlantikhafen.

Die erfolgreiche Strukturierung dieser komplexen, multinationalen Projektfinanzierung gilt als Beweis dafür, dass großvolumige Infrastrukturprojekte in Subsahara-Afrika trotz der bekannten Herausforderungen realisierbar sind. Der Abschluss dürfte als Referenzprojekt für künftige Infrastrukturvorhaben auf dem Kontinent dienen.

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