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Lakers-Käufer planen Bewertungssprung auf 30 Milliarden Dollar

Investorengruppe um Joshua Kushner und Bob Iger will Wert des NBA-Teams fast verdreifachen.

• 2 Min
Lakers-Käufer planen Bewertungssprung auf 30 Milliarden Dollar

Die neuen Eigentümer der Los Angeles Lakers haben ambitionierte Pläne: Eine Investorengruppe unter Führung von Joshua Kushners Thrive Capital und dem ehemaligen Disney-CEO Bob Iger will die Bewertung des Basketballteams innerhalb von zehn Jahren auf mindestens 30 Milliarden US-Dollar steigern. Das geht aus einer vertraulichen Investoren-Präsentation hervor, die dem Wall Street Journal vorliegt.

Erst im vergangenen Monat hatte die Gruppe einen Kaufvertrag mit dem bisherigen Eigentümer Mark Walter zu einer Bewertung von 12,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Nun legt sie potenziellen Investoren dar, wie aus dem Traditionsclub ein noch deutlich wertvolleres Asset werden soll.

Wachstumstreiber: Internationale Expansion und Medienrechte

Die Käufer setzen vor allem auf zwei Hebel: internationales Wachstum der NBA-Marke und neue Erlöse aus lokalen Medienrechten. Sollte sich der Wert der TV- und Streaming-Rechte verdoppeln, sei eine Bewertung von 30 Milliarden Dollar innerhalb eines Jahrzehnts realistisch, heißt es in der Präsentation. In einem optimistischeren Szenario beziffern die Käufer die langfristige Bewertung sogar auf 62 Milliarden Dollar.

Die Lakers sind bereits heute ein hochprofitables Geschäft. Für das Jahr 2026 prognostiziert die Eigentümergruppe Einnahmen von 681 Millionen US-Dollar, wobei Ticketing und Medienrechte die größten Posten ausmachen. Bis Ende 2037 sollen die Erlöse auf mindestens 1,6 Milliarden Dollar steigen.

Auch bei den Gewinnen zeichnet sich ein massiver Sprung ab. Das bereinigte EBITDA – also der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – soll sich von geschätzt 129 Millionen Dollar im Jahr 2026 auf mehr als 589 Millionen Dollar im Jahr 2037 mehr als vervierfachen.

Die Pläne zeigen, wie sehr Sportfranchises in den USA derzeit als Anlageobjekte boomen. Die Lakers gehören zu den wertvollsten Teams der National Basketball Association (NBA) und genießen weltweit eine der größten Fanbasen. Die neue Eigentümergruppe will dieses Potenzial nun systematisch heben – durch internationale Vermarktung, steigende Medienverträge und die wachsende Bedeutung von Streaming-Plattformen.

Ob die ambitionierten Ziele erreicht werden können, hängt maßgeblich von der Entwicklung des Medienmarktes ab. Die NBA verhandelt derzeit über neue nationale TV-Verträge, die die Einnahmen der Clubs weiter steigern dürften. Hinzu kommen lokale Vereinbarungen, die in den USA oft ein Vielfaches der nationalen Erlöse ausmachen.

Die Investoren-Präsentation von Thrive Capital gibt einen seltenen Einblick in die Finanzplanung eines Spitzensportteams. Üblicherweise halten sich NBA-Clubs mit detaillierten Zahlen zurück. Die Offenlegung gegenüber potenziellen Geldgebern zeigt, wie kapitalintensiv der Erwerb und Betrieb solcher Franchises inzwischen geworden ist.

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