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Kumba Iron Ore: Exportrouten trotz Nahostkonflikt unbeeinträchtigt

Der südafrikanische Eisenerzförderer Kumba Iron Ore sichert seine Lieferketten nach Asien und Europa – trotz globaler Schifffahrtsstörungen.

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Kumba Iron Ore: Exportrouten trotz Nahostkonflikt unbeeinträchtigt

Der südafrikanische Eisenerzförderer Kumba Iron Ore meldet, dass seine Exportrouten nach Asien und Europa trotz der durch den Nahostkonflikt ausgelösten Schifffahrtsstörungen vollständig offen bleiben. CEO Mpumi Zikalala versicherte den Stakeholdern, dass die Lieferketten des Unternehmens für den Rest des Jahres 2024 gesichert seien. „Wir beobachten die Entwicklungen weiterhin genau und steuern potenzielle damit verbundene Risiken, einschließlich der Kosteninflation", erklärte Zikalala.

Hintergrund der Aussage ist die globale Unsicherheit rund um den Nahostkonflikt, der insbesondere den Schiffsverkehr durch das Rote Meer und den Suezkanal erheblich beeinträchtigt hat. Für viele Rohstoffexporteure aus dem südlichen Afrika stellt dies eine ernsthafte logistische Herausforderung dar. Kumba sieht sich nach eigenen Angaben davon jedoch nicht direkt betroffen.

Produktion im ersten Quartal leicht rückläufig

Im ersten Quartal 2024, das am 31. März endete, produzierte Kumba insgesamt 8,8 Millionen Tonnen Eisenerz – ein Rückgang von 2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Kolomela-Mine verzeichnete dabei einen deutlicheren Rückgang von 15% auf 2,6 Millionen Tonnen. Dieser war jedoch geplant: Das Unternehmen baute gezielt Fertigerzeugnisbestände ab, um die für Mai angesetzte logistische Wartungspause des staatlichen Infrastrukturunternehmens Transnet zu berücksichtigen.

Die Sishen-Mine entwickelte sich hingegen positiv und steigerte ihre Produktion im Jahresvergleich um 5% auf 6,3 Millionen Tonnen. Als Gründe nannte Kumba eine verbesserte Rohstoffqualität sowie eine höhere Anlagenleistung. Sishen ist die größte Mine des Unternehmens und ein zentraler Pfeiler der Produktionsstrategie.

Trotz der leichten Produktionseinbußen stieg der Absatz im ersten Quartal um 3% auf 9,3 Millionen Tonnen. Hohe Lagerbestände im Hafen von Saldanha Bay sowie eine verbesserte Leistung der Hafenausrüstung ermöglichten diesen Anstieg. Das von Transnet zum Hafen transportierte Erz sank hingegen um 1% auf 9,7 Millionen Tonnen, da ungünstige Wetterbedingungen im Februar zu einer Unterspülung der Gleise führten und das Schienenvolumen um rund 400.000 Tonnen beeinträchtigten.

Eisenerzpreise erholen sich im März

Die Marktfundamentaldaten für Eisenerz werden laut Kumba weiterhin durch die Nachfrage aus China, anderen asiatischen Ländern und Europa gestützt. Eisenerzpreise und der sogenannte Lump Premium – ein Aufschlag für stückiges Erz, das in Hochöfen direkt eingesetzt werden kann – standen zunächst aufgrund schwacher Margen der chinesischen Stahlwerke unter Druck. Im März erholten sich die Preise jedoch infolge von Lageraufstockungen und einer höheren Auslastung der Hochöfen. Kumba erzielte im Quartal einen durchschnittlich realisierten Free-on-Board-Exportpreis von 93 US-Dollar pro feuchter metrischer Tonne.

Die Jahresprognose bleibt unverändert: Vorbehaltlich der logistischen Verfügbarkeit und Leistung von Transnet hält Kumba an einer Produktionsprognose von 31 bis 33 Millionen Tonnen sowie einer Absatzprognose von 35 bis 37 Millionen Tonnen für das Gesamtjahr fest.

UHDMS-Projekt und erneuerbare Energien als strategische Prioritäten

Ein wichtiges strategisches Vorhaben ist das Ultra-High-Dense-Media-Separation-Projekt (UHDMS) in der Sishen-Mine. Die Einbindung der Hauptanlage ist für die zweite Jahreshälfte geplant, weshalb die Produktion in Sishen schwerpunktmäßig in der ersten Jahreshälfte liegen wird. Der Absatz soll durch die UHDMS-Einbindung nicht beeinträchtigt werden, da ein geplanter Abbau der Fertigerzeugnisbestände vorgesehen ist.

Darüber hinaus hob CEO Zikalala einen Meilenstein im Bereich Nachhaltigkeit hervor: Die Kolomela-Mine erhielt erstmals über das Netz bezogenen erneuerbaren Strom von Envusa Energy – einem Joint Venture zwischen Anglo American und EDF Renewables. Im März führte dies zu einer Reduzierung der sogenannten Scope-2-Kohlenstoffemissionen um bemerkenswerte 72%. Scope-2-Emissionen bezeichnen indirekte Treibhausgasemissionen, die durch den Bezug von Energie entstehen. Kumba positioniert sich damit zunehmend als nachhaltig ausgerichteter Rohstoffproduzent.

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