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Kriegsängste belasten die Börsen

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Kriegsängste belasten die Börsen

Die Börse geriet unter Druck, nachdem Sorgen über eine mögliche Ausweitung des Krieges im Nahen Osten aufkamen. Zuvor war der DAX bis auf 19.448 Punkte angestiegen und hatte damit fast sein Allzeithoch erreicht. Jedoch führten Meldungen aus US-Regierungskreisen über einen möglichen Raketenangriff Irans auf Israel zu einem Stimmungsumschwung, wodurch der DAX ins Minus drehte und schließlich bei 19.213 Punkten schloss, was einem Verlust von 0,58 Prozent entspricht. Auch der MDAX gab seine Gewinne ab und sank leicht auf 26.837 Punkte. Der EuroStoxx 50 verlor 0,93 Prozent und schloss bei 4.954 Zählern. Im Gegenzug stiegen die Kurse am Rentenmarkt, wobei der Euro-Bund-Future um über 80 Stellen zulegte und die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,04 Prozent sank.

Ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses gab an, dass die USA Hinweise auf einen bevorstehenden Angriff Irans auf Israel haben. Die Vereinigten Staaten unterstützten die Verteidigungsvorbereitungen Israels, sollte ein solcher Angriff erfolgen. Diese Warnungen kamen kurz nach der Offensive der israelischen Streitkräfte gegen die Hisbollah im Südlibanon. Die Furcht vor einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten führte zu einem Anstieg der Rheinmetall-Aktie, die um 5,14 Prozent auf 509,60 Euro stieg und damit ein Niveau von Mitte September erreichte.

Auch die Wall Street verzeichnete Verluste. Der Dow Jones gab um 0,4 Prozent nach, während die Technologiebörse Nasdaq und der marktbreite S&P 500-Index jeweils um 1,7 Prozent zurückgingen. Neben den Spannungen im Nahen Osten belastete auch der Hafenarbeiter-Streik in den USA die Märkte, der zu Störungen im Warenverkehr führte und möglicherweise zu Lieferengpässen und Preissteigerungen führen könnte.

Die Ölpreise stiegen deutlich aufgrund der Nachrichten aus dem Nahen Osten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 3,8 Prozent, während die US-Leichtölsorte WTI um über vier Prozent zulegte. Die Aussicht auf eine Verknappung des Rohstoffs trieb zudem die Aktien großer Ölkonzerne nach oben. Chevron legte um 1,8 Prozent zu, ExxonMobil und ConocoPhillips gewannen im S&P 500 bis zu drei Prozent.

Auch am Devisenmarkt herrschte Bewegung, wobei der Dollar als sicherer Hafen gefragt war. Der Euro verlor an Wert und wurde zuletzt zu 1,1064 Dollar gehandelt. Die Aussicht auf eine nur geringe Zinssenkung der US-Notenbank um 0,25 Prozent belastete den Euro zusätzlich. Auch die sinkenden Inflationsdaten in der Eurozone deuteten auf mögliche Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) hin, was die Attraktivität der Gemeinschaftswährung weiter schwächte. Die EZB legte den Referenzkurs zuletzt auf 1,1086 Dollar fest.

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