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KI-Euphorie treibt Wall Street an

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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KI-Euphorie treibt Wall Street an

Die jüngste Tech-Rally an der Wall Street hat den Nasdaq-Composite-Index und den Nasdaq 100-Index auf neue Höchststände geführt, trotz der bestehenden Unsicherheiten über den zukünftigen Zinskurs in den USA. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index schloss bei 17.857 Punkten, was einem Anstieg von 0,95 Prozent entspricht, während der Nasdaq 100-Index bei 19.902 Punkten mit einem Plus von 1,24 Prozent aus dem Handel ging. Diese Entwicklung wurde vor allem durch die starke Performance von KI-Aktien getragen, die den gesamten Markt beflügelten.

Apple und Microsoft trugen maßgeblich zur positiven Entwicklung bei. Apples Aktien profitierten von der Ankündigung, dass neue iPhones mit KI-Anwendungen ausgestattet werden sollen. Microsoft erreichte mit einem Kurs von 450,94 Dollar ein neues Rekordhoch, gestützt durch die Beteiligung am KI-Softwarehaus OpenAI. Trotz mahnender Worte aus den Reihen der Federal Reserve (Fed) zur Zinsentwicklung, hielt die Euphorie um KI-Aktien unvermindert an.

Auch der Dow Jones-Index, der Leitindex der Standardwerte, schloss bei 38.778 Punkten mit einem Plus von 0,49 Prozent. Anfangs sah es nicht danach aus, aber dank der guten Performance von Schwergewichten wie Apple und Microsoft konnte der Index zulegen. Analysten wie Daniela Hathorn von Capital.com betonen jedoch, dass die Rally hauptsächlich von einigen wenigen Aktien angetrieben wird. Investoren hoffen auf neue Hinweise zur Zinsentwicklung der Fed durch bevorstehende Wirtschaftsdaten, wie den Einzelhandelsumsätzen im Mai und der Industrieproduktion.

Der Präsident der Fed von Minneapolis, Neel Kashkari, äußerte in einem Interview, dass eine Zinssenkung im Dezember realistisch sei, sofern weitere Beweise für einen Rückgang der Inflation vorliegen. Dies trug zur Unsicherheit bei, da Investoren die Möglichkeit einer geldpolitischen Lockerung gegen die Gefahr einer übertriebenen Kursrally abwägen. Der Rentenmarkt zeigte sich ebenfalls volatil, mit steigenden Renditen für zehnjährige US-Bonds, die auf 4,29 Prozent kletterten.

Die Aktien des Halbleiterkonzerns Broadcom setzten ihre Rekordrally fort und stiegen um 5,41 Prozent auf 1.828 Dollar, nachdem sie seit Anfang Juni bereits rund ein Drittel an Wert gewonnen hatten. Konkurrent Micron verzeichnete ebenfalls ein deutliches Plus von gut 4,5 Prozent. Nvidia-Aktien tendierten hingegen etwas leichter, nachdem sie zuvor kontinuierlich gestiegen waren. Broadcom profitierte neben Nvidia erheblich vom aktuellen KI-Hype, unterstützt durch starke Quartalszahlen und einen angekündigten Aktiensplit, der zahlreiche Kurszielsteigerungen von Analysten nach sich zog.

Der DAX stabilisierte sich nach einer deutlichen Korrektur am Ende der vergangenen Woche und schloss bei 18.068 Punkten, was einem Anstieg von 0,37 Prozent entspricht. Trotz der Stabilisierung konnten die Verluste der letzten Tage nur teilweise ausgeglichen werden. Der MDAX verlor hingegen rund 0,9 Prozent und rutschte knapp unter die Marke von 25.500 Punkten. Analysten wie Konstantin Oldenburger von CMC Markets sprechen von einer Schadensbegrenzung im DAX, während die politische Unsicherheit in Frankreich und ein möglicher Zollstreit zwischen der EU und China die Märkte weiterhin belasten.

Aktuelle Konjunkturdaten aus China verfehlten die Erwartungen und zeigten eine Abschwächung der Industrieproduktion im Mai, was die Exportorientiertheit der deutschen Wirtschaft negativ beeinflusst. Positiv überraschte hingegen der Einzelhandelsumsatz in China, der um 3,7 Prozent stieg. Diese gemischten Daten belasten Unternehmen wie Adidas, dessen Aktien aufgrund von Ermittlungen wegen Bestechungsvorwürfen in China weiter fielen und rund 2,6 Prozent verloren. Trotz einer positiven Entwicklung seit Jahresbeginn, sehen Analysten die Geschäfte des Sportartikelherstellers in China gefährdet.

Der Euro stabilisierte sich bei 1,0732 Dollar, nachdem er am Freitag auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai gefallen war. Dies ist auf die anhaltend hohen Zinserwartungen in den USA und die politische Unsicherheit in Frankreich zurückzuführen. Die Ölpreise setzten ihre Erholung fort und stiegen um gut zwei Prozent, unterstützt durch den schwächeren Dollar und die stabilere Stimmung an den Aktienmärkten, trotz durchwachsener Konjunkturdaten aus China.

Der Diagnostikspezialist Qiagen plant in den kommenden Jahren ein schnelleres Wachstum und höhere Profitabilität. Bis 2028 strebt das Unternehmen ein jährliches Wachstum von etwa sieben Prozent bei konstanten Wechselkursen an und kündigte an, mindestens eine Milliarde US-Dollar an die Aktionäre zurückgeben zu wollen.

Der Marktanteil von Elektroautos in Deutschland bei den Neuzulassungen sank in den ersten fünf Monaten des Jahres auf zwölf Prozent, verglichen mit 14,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Rückgang der Neuzulassungen von batterieelektrischen Pkw um 16 Prozent. Gründe hierfür sind unter anderem der Wegfall der staatlichen Förderung von Elektrofahrzeugen.

Carl Zeiss Meditec senkte seine Prognosen aufgrund einer langsamen Erholung des Gerätegeschäfts und erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro, deutlich unter den bisherigen Zielen. Die Zeiss-Aktie verlor daraufhin etwa ein Fünftel ihres Wertes und stand klar am Ende des MDAX.

Pfeiffer Vacuum muss den SDAX verlassen, da das Unternehmen seinen Quartalsfinanzbericht nicht fristgerecht veröffentlichte. Dies könnte kurzfristige Umschichtungen in Fonds zur Folge haben, die Indizes physisch nachbilden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.

McDonald's plant, in Zukunft Bestellungen durch Künstliche Intelligenz annehmen zu lassen. Ein Testlauf an über 100 Standorten in den USA wurde nach zwei Jahren beendet, jedoch soll dies nicht das Ende der Pläne sein. Der Fastfood-Riese arbeitet weiterhin daran, KI in den Bestellvorgang zu integrieren.

Die UBS will die Greensill-Affäre, die sie im Zuge der Übernahme der Credit Suisse mit übernommen hat, abschließen. Den Investoren der geplatzten Lieferketten-Finanzierungsfonds der Greensill Capital wird ein freiwilliges Rücknahmeangebot unterbreitet, was die Bank fast eine Milliarde Dollar kosten wird.

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