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Kevin Warsh verzichtet erneut auf Fed-Prognose im Dot Plot

Der Fed-Vorsitzende reicht zum wiederholten Mal keine eigene Zinsprognose für das Streudiagramm ein.

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Kevin Warsh verzichtet erneut auf Fed-Prognose im Dot Plot

Seit mehr als einem Jahrzehnt veröffentlichen die Beamten der US-Notenbank Fed ihre Prognosen zu den künftigen Zinssätzen über ein kleines Streudiagramm, das viermal im Jahr veröffentlicht wird. Neunzehn Entscheidungsträger der Zentralbank können ihre Projektionen abgeben, die anonym im sogenannten Dot Plot dargestellt werden. Das Diagramm dient nicht nur der Bereitstellung von Zinsprognosen, sondern auch als Quelle für Hinweise auf etwaige Uneinigkeiten unter den Entscheidungsträgern.

Der Dot Plot der Fed auf dem Bloomberg Terminal vom 16. September zeigte zwar einige Unterschiede in den Prognosen – jedoch lehnte Fed-Vorsitzender Kevin Warsh erneut ab, seine eigene Projektion für das Diagramm einzureichen. Damit verzichtet der oberste Währungshüter zum wiederholten Mal darauf, seine persönliche Zinserwartung öffentlich zu machen.

Hintergrund des Dot Plots

Der Dot Plot ist eines der wichtigsten Kommunikationsinstrumente der US-Notenbank. Viermal jährlich geben die 19 Mitglieder des Federal Open Market Committee (FOMC) ihre Einschätzung ab, wo die Leitzinsen in den kommenden Jahren liegen werden. Die einzelnen Punkte werden anonym dargestellt, sodass die Märkte die Bandbreite der Meinungen im Gremium erkennen können. Für Anleger weltweit ist der Dot Plot daher eine zentrale Orientierungsgröße.

Dass der Fed-Vorsitzende selbst keine Prognose abgibt, ist ungewöhnlich. Während seine Vorgänger wie Jerome Powell oder Janet Yellen in der Regel eigene Punkte im Diagramm platzierten, scheint Warsh einen anderen Kommunikationsstil zu pflegen. Die genauen Gründe für seine Entscheidung, keine eigene Projektion einzureichen, sind aus dem vorliegenden Material nicht ersichtlich.

Bedeutung für die Märkte

Die Verweigerungshaltung des Fed-Chefs könnte als Signal interpretiert werden, dass Warsh sich nicht auf eine bestimmte Zinspfad festlegen lassen möchte. Dies könnte ein Hinweis auf eine erhöhte Unsicherheit über die künftige Geldpolitik sein. Der Dot Plot vom 16. September zeigte laut Bloomberg-Angaben zwar Unterschiede in den Prognosen der einzelnen Entscheidungsträger, doch ohne die Einschätzung des Vorsitzenden bleibt das Bild unvollständig.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung relevant, da die US-Geldpolitik maßgeblichen Einfluss auf die globalen Finanzmärkte hat. Zinsentscheidungen der Fed wirken sich auf den Dollar-Wechselkurs, die Renditen deutscher Staatsanleihen und letztlich auch auf den DAX aus. Ein uneinheitliches Bild im Dot Plot kann zu erhöhter Volatilität führen.

Ausblick

Es bleibt abzuwarten, ob Kevin Warsh bei den kommenden Sitzungen des FOMC seine Praxis ändert und künftig wieder eine eigene Prognose abgibt. Die nächste Veröffentlichung des Dot Plots steht turnusgemäß in drei Monaten an. Bis dahin werden die Marktteilnehmer versuchen, aus den Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Rückschlüsse auf den künftigen Zinspfad zu ziehen.

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