ANZEIGE

Kanada wirbt um Großbritannien für neue Europa-Allianz gegen Trump

Kanadas Finanzminister Champagne fordert Großbritannien auf, sich der geplanten Wirtschaftsallianz mit der EU anzuschließen.

•• 3 Min
Kanada wirbt um Großbritannien für neue Europa-Allianz gegen Trump

Der kanadische Finanzminister François-Philippe Champagne hat das Vereinigte Königreich aufgefordert, sich einer geplanten wirtschaftlichen Allianz zwischen Kanada und Europa anzuschließen. „Es geht hier um die Substanz, um eine Allianz der Zukunft aufzubauen“, sagte er gegenüber der BBC. „Die Welt hat sich verändert. Amerika hat sich verändert. Deshalb müssen wir uns ändern.“

Champagne bewertete den Handelskrieg zwischen Kanada und den USA offen und erklärte, das Land habe durch die Verhängung von Zöllen „für unsere Industrien, unsere Arbeitnehmer und unser Land gestanden“. Seine Kommentare fallen in den Kontext des Vorschlags von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Kanada die Möglichkeit einer assoziierten EU-Mitgliedschaft zu eröffnen – ein beispielloser Schritt für den Block.

Der Besuch des kanadischen Premierministers Mark Carney zur Ansprache vor dem EU-Parlament in Straßburg kurz nach von der Leyens Vorschlag diene „dem Aufbau der Allianz der Zukunft“, so Champagne. Carney, der ehemalige Gouverneur der Bank of England, hatte zuvor bereits über eine Allianz von „Mittelmächten“ gesprochen, die gemeinsam an Wirtschaftswachstum, Widerstandsfähigkeit und Sicherheit arbeiten wollen.

Gemeinsame Werte als Fundament

Champagne betonte gegenüber der BBC, dass Großbritannien und Kanada gemeinsame Werte teilten. „Wir müssen Partnerschaften anders betrachten, und das Schöne ist: Wenn man sich Kanada ansieht – und ich würde sagen auch das Vereinigte Königreich –, teilen wir dieselben Werte. Unsere Weltsicht ist sehr ähnlich. Warum sollten wir uns nicht zusammenschließen?“, sagte er. „Wir sind unabhängig und souverän, aber zusammen sind wir stärker.“

Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr verhängte US-Präsident Donald Trump weitreichende globale Zölle, darunter auch gegen langjährige Handelsverbündete wie das Vereinigte Königreich. Während Großbritannien im Juni letzten Jahres einen neuen Handelsdeal mit den USA aushandelte, wirft die neue Kanada-EU-Allianz Fragen zur post-Brexit-Positionierung Großbritanniens gegenüber Europa sowie zu seinen Beziehungen zu den USA auf.

Carney traf während seiner Reise nach Brüssel und Straßburg letzte Woche in Liverpool mit Premierminister Andy Burnham zusammen, während Champagne am Freitag an einem Treffen der EU-Finanzminister in Dublin teilnahm, an dem auch Kanzler John Healey anwesend war.

Handelskrieg als Treiber der Neuausrichtung

Die laufenden Diskussionen über engere Bindungen zwischen der EU und Kanada finden statt, während Ottawa weiterhin in einen eskalierenden Handelskrieg mit den USA verwickelt ist. Beide Seiten verhängen vergeltende Zölle, nachdem Gespräche im August im letzten Moment scheiterten. Trump hat zudem weitere Zölle gegen die EU angedroht, falls der Plan der assoziierten Mitgliedschaft als „feindselig“ gegenüber den USA empfunden werde. Er bezeichnete die Idee als lächerlich und charakterisierte Kanada als „schlechten Handelspartner“.

Champagne betonte, dass der Handelskrieg nicht von Kanada gewählt worden sei. „Wir haben reagiert, weil man irgendwann sagen muss: ‚Genug ist genug‘. Niemand darf unsere wirtschaftliche Souveränität verletzen … die Welt hat Notiz genommen“, sagte er. Der Minister erklärte, Kanada habe keine Eskalation angestrebt, nachdem es mit einer „maßvollen, gezielten und strategischen … Dollar-für-Dollar-, Zoll-für-Zoll“-Reaktion geantwortet habe.

Das Land werde sich zum „richtigen Zeitpunkt“ wieder mit seinem südlichen Nachbarn in Verbindung setzen. Betroffene Branchen würden „so lange wie nötig und zu jedem Preis“ unterstützt, fügte er hinzu.

Goldene Gelegenheit zur Diversifizierung

Champagne argumentierte, dass Kanadas starke fiskalische Lage seine Widerstandsfähigkeit gestützt habe und dass der Streitfall mit den USA eine „goldene Gelegenheit“ zur Diversifizierung biete. Dies ist der Hintergrund für das Versprechen einer „Allianz der Zukunft“ zwischen Kanada und der EU sowie die Idee eines Zusammenschlusses mit dem Vereinigten Königreich.

Die Einzelheiten des Angebots der EU, mit Kanada über eine „assoziierte Mitgliedschaft“ zu verhandeln, sind noch nicht formalisiert. Champagne nannte dies „einen Moment großer Möglichkeiten“ zur Stärkung der bestehenden Beziehung zwischen Kanada und der EU.

Carney verwies letzte Woche auf die kanadische Mitgliedschaft in EU-Programmen für Universitäten, wissenschaftliche Forschung, KI und Verteidigungsförderung sowie darauf, dass junge Kanadier und Europäer „den Ozean überqueren und studieren und leben können“ sollen. Er sagte, Kanada könne kritische Mineralien und Gas liefern und werde Zugang zu europäischen Spitzentechnologien anstreben.

Es ist bekannt, dass sowohl Kanada als auch die EU die Chance auf einen Prozess für gleichgesinnte Nationen sehen, die möglicherweise nie volle Mitglieder werden, wie beispielsweise Australien. Burnham wird diese Woche in New York bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen erstmals mit Trump zusammentreffen.

KanadaEu-AllianzGroßbritannienHandelskriegFrançois-Philippe ChampagneMark CarneyDonald TrumpZölle

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.