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Jensen Huang kürt Marvell zum nächsten Billionen-Dollar-Unternehmen

Nvidia-CEO Jensen Huang bezeichnete Marvell auf der Computex 2026 als nächstes Billionen-Dollar-Unternehmen – die Aktie reagierte sofort.

Jensen Huang kürt Marvell zum nächsten Billionen-Dollar-Unternehmen

Jensen Huang gehört zu den einflussreichsten Stimmen der Technologiebranche. Der CEO von Nvidia bewegt mit seinen Aussagen nicht nur die eigene Aktie, sondern kann ganze Marktsegmente in Bewegung setzen. Am 2. Juni erklärte Huang auf der Bühne der Computex 2026 den Halbleiterhersteller Marvell Technology (MRVL) zum „nächsten Billionen-Dollar-Unternehmen" – und die Anleger nahmen ihn beim Wort. Die Marvell-Aktie legte daraufhin deutlich zu und ist seit Jahresbeginn um beeindruckende 274 Prozent gestiegen.

Doch warum fiel Huangs Wahl ausgerechnet auf Marvell? Die Antwort liegt in einer strategischen Partnerschaft, die beide Unternehmen Ende März 2026 bekanntgaben – und die mit handfesten Zahlen untermauert wird.

Nvidia investiert zwei Milliarden Dollar in Marvell

Die Partnerschaft zwischen Nvidia und Marvell ist mehr als eine symbolische Geste. Nvidia investierte zwei Milliarden US-Dollar in das Halbleiterunternehmen. Laut Pressemitteilung baut die Zusammenarbeit auf Nvidias NVLink Fusion auf, einer Rack-Scale-Plattform, die es Kunden ermöglicht, semi-kundenspezifische KI-Infrastrukturen unter Nutzung des NVLink-Ökosystems zu entwickeln. Darüber hinaus wollen beide Unternehmen gemeinsam an der Transformation von Netzwerken arbeiten, optische Interconnect-Lösungen entwickeln und die Silizium-Photonik-Technologie vorantreiben.

Für Marvell bedeutet diese Partnerschaft einen enormen Vertrauensbeweis. Ein Investment von Nvidia in dieser Größenordnung signalisiert dem Markt, dass Marvell eines der am besten positionierten Unternehmen im laufenden KI-Boom ist. Die Befürwortung durch Jensen Huang verwandelt Marvell in den Augen vieler Investoren von einem spekulativen KI-Wert zu einem ernsthaften Akteur der Branche.

Das Wachstum des Unternehmens untermauert diese Einschätzung mit konkreten Zahlen. Der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2026 stieg auf knapp unter 8,2 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 sprang der Umsatz erneut auf 2,4 Milliarden US-Dollar. Das Management rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Wachstum des Rechenzentrumsumsatzes um 40 Prozent und des Interconnect-Geschäfts sogar um 50 Prozent.

Der Weg zur Billion ist noch weit

Trotz aller Euphorie sollten Anleger die Dimensionen nüchtern betrachten. Die aktuelle Marktkapitalisierung von Marvell liegt zum Zeitpunkt der Berichterstattung knapp über 275 Milliarden US-Dollar. Bis zur angestrebten Marke von einer Billion Dollar ist es also noch ein weiter Weg – das Unternehmen müsste seinen Wert noch mehr als verdreifachen.

Hinzu kommt, dass die Aktie bereits mit einer deutlichen Bewertungsprämie gehandelt wird. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der letzten zwölf Monate liegt bei über 100, das Forward-KGV bei 72. Der Unternehmenswert übersteigt das 55-fache des EBITDA. Diese Kennzahlen spiegeln hohe Wachstumserwartungen wider, die das Unternehmen auch tatsächlich erfüllen muss.

Anleger sollten zudem weitere Risikofaktoren im Blick behalten:

Kundenkonzentration

: Eine starke Abhängigkeit von wenigen Großkunden birgt strukturelle Risiken

Insiderverkäufe

: Jüngste Verkäufe durch Unternehmensinsider könnten als Warnsignal interpretiert werden

Bewertung

: Das hohe KGV lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen

Marvell als langfristiger KI-Profiteur

Trotz dieser Risiken sind die Argumente für eine langfristige Investition in Marvell stichhaltig. Die Partnerschaft mit Nvidia verleiht dem Unternehmen nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch strategische Glaubwürdigkeit. Die Wachstumszahlen im Rechenzentrums- und Interconnect-Segment zeigen, dass Marvell vom strukturellen Ausbau der KI-Infrastruktur weltweit profitiert.

Marvell ist heute vielleicht noch nicht das nächste Billionen-Dollar-Unternehmen. Doch mit der Rückendeckung von Jensen Huang, einer milliardenschweren Partnerschaft mit Nvidia und einem Umsatzwachstum von über 40 Prozent hat das Unternehmen einen klaren Kurs eingeschlagen, um dieses Ziel in den kommenden Jahren zu erreichen. Für deutsche Privatanleger, die am KI-Boom teilhaben möchten, ist Marvell damit eine Aktie, die genauere Beobachtung verdient.

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