ANZEIGE

Iran-Krieg treibt Rohstoffkosten: Industrie weltweit unter Druck

Der Iran-Krieg erschüttert globale Lieferketten, treibt Rohstoffpreise auf Vierjahreshochs und spaltet die Weltindustrie in Gewinner und Verlierer.

•• 3 Min
Iran-Krieg treibt Rohstoffkosten: Industrie weltweit unter Druck

Der von den USA und Israel geführte Krieg gegen den Iran, der Ende Februar begann, hinterlässt tiefe Spuren in der Weltwirtschaft. Europäische Fabriken kämpfen mit einbrechender Nachfrage und explodierenden Rohstoffkosten, während US-amerikanische und asiatische Konkurrenten von Lagerkäufen profitieren. Das zeigen Einkaufsmanagerumfragen vom Montag, die ein gespaltenes globales Industriebild zeichnen.

Der Konflikt hat den internationalen Handel massiv gestört, die Finanzmärkte verunsichert und Sorgen über die weltweite Energie- und Rohstoffversorgung geschürt. Besonders kritisch ist die Lage an der Straße von Hormus – einer Schlüsselroute für Öl- und Gaslieferungen. Die Chefs von IWF, Weltbank, IEA und WTO hatten bereits vor den Belastungen für die globale Energieversorgung gewarnt.

Eurozone: Wachstum verlangsamt sich spürbar

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone fiel im Mai auf 51,6 Punkte, nachdem er im April noch ein fast vierjähriges Hoch von 52,2 erreicht hatte. Der Wert lag damit zwar über der vorläufigen Schätzung von 51,4 und signalisiert mit einem Stand über 50,0 weiterhin Wachstum – doch die Dynamik lässt nach.

„Obwohl die Hersteller in der Eurozone im Mai den vierten Monat in Folge eine Expansion meldeten, zeigt der Sektor Anzeichen dafür, unter der Last steigender Preise und Lieferunterbrechungen infolge des Krieges im Nahen Osten zu leiden", sagte Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global Market Intelligence. In Deutschland, der größten Volkswirtschaft Europas, stagnierte das verarbeitende Gewerbe. Französische Fabriken verzeichneten sogar zum ersten Mal seit November einen Rückgang.

Auch britische Hersteller spüren den Druck: Sie hoben ihre Preise im vergangenen Monat als Reaktion auf einen massiven Kostenanstieg so schnell wie seit Juni 2022 nicht mehr an. Die Europäische Zentralbank (EZB) plant laut einer Reuters-Ökonomenumfrage, ihren Einlagenzins in diesem Monat und mindestens ein weiteres Mal in diesem Jahr anzuheben – um zu verhindern, dass höhere Energiepreise auf die Kerninflation durchschlagen. Offizielle Inflationsdaten, die am Dienstag erwartet werden, dürften zeigen, dass die Teuerung weiter über das 2-Prozent-Ziel der EZB gestiegen ist.

USA und Asien: Lagerkäufe befeuern Industrieaktivität

Ein anderes Bild zeigt sich in den USA: Die US-Industrieproduktion erreichte den höchsten Stand seit vier Jahren. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im Mai von 52,7 auf 54,0 – den höchsten Wert seit Mai 2022. Die Auftragseingänge kletterten auf ein Viermonatshoch, da Kunden angesichts steigender Preise und kriegsbedingter Engpässe Lagerbestände aufbauten. Die Umfrage wies zudem die längsten Lieferzeiten seit vier Jahren aus.

In Asien zeigt sich ein ähnliches Muster: Unternehmen bauen gezielt Puffer gegen potenzielle kriegsbedingte Störungen auf. Der Caixin China General Manufacturing PMI fiel im Mai zwar leicht auf 51,8 von 52,2 im April, lag aber über der Analystenprognose von 51,6. Dies stand im Kontrast zu einer offiziellen chinesischen Umfrage, die für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt eine Stagnation der Fabrikaktivität auswies.

Japan meldete ebenfalls eine Ausweitung der Fabrikaktivität mit einem PMI von 54,5 im Mai, nach einem über vierjährigen Hoch von 55,1 im April. Japanische Unternehmen verzeichneten jedoch aufgrund höherer Rohstoffpreise den stärksten Anstieg der Vorleistungskosten seit September 2022. Südkorea übertraf alle Erwartungen: Der PMI stieg von 53,6 auf 54,8 – den höchsten Stand seit März 2021.

Regionale Unterschiede in Südostasien

Auch in Südostasien zog die Industrieaktivität an. In Vietnam stieg der PMI für das verarbeitende Gewerbe von 50,5 auf 52,8, in Taiwan kletterte er von 55,3 auf 56,1. Die Philippinen verzeichneten mit einem Sprung von 48,3 auf 50,8 sogar den Übergang von Kontraktion zu Wachstum.

Das globale Bild bleibt damit gespalten: Während Europa unter den direkten Folgen des Konflikts leidet, profitieren viele Regionen kurzfristig von vorgezogenen Bestellungen und Lagerkäufen. Ob diese Dynamik anhält oder sich in eine breitere Konjunkturabkühlung verwandelt, hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf des Konflikts und der Entwicklung der Energiepreise ab.

Iran Krieg IndustrieEinkaufsmanagerindex PmiRohstoffkosten AnstiegEurozone Verarbeitendes GewerbeLieferketten StörungIsm Pmi UsaStraße Von HormusGlobale Inflation

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.