iPhone 18 Pro: Absatz liegt 3,1 Prozent über der 17er-Serie
Counterpoint Research meldet einen gemischten Start: China wächst stark, USA und Japan schwächeln.

Die weltweiten Absatzzahlen der iPhone-18-Pro-Serie von Apple haben in den ersten drei Wochen nach dem Marktstart um 3,1 Prozent über dem Niveau der iPhone-17-Pro-Serie im gleichen Vorjahreszeitraum gelegen. Das teilte das Marktforschungsinstitut Counterpoint Research mit, über dessen Ergebnisse Reuters am 27. Oktober aus Peking berichtete. Der Start fiel damit gemischt aus: Während die Smartphones in Märkten wie China und Indien gut abschnitten, schlugen sie sich anderswo eher bescheiden.
Besonders deutlich zeigt sich die regionale Spaltung in China. Dort stieg der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent – das stärkste Wachstum aller Märkte. Ohne China wäre das globale Umsatzwachstum deutlich schwächer ausgefallen, so die Forschungsstelle. Damit hängt das Plus der ersten Verkaufswochen maßgeblich an einem einzigen Markt.
Dagegen gingen die Verkäufe in den Vereinigten Staaten und in Japan im Vergleich zum Vorjahr jeweils um 4 Prozent beziehungsweise 27 Prozent zurück. Als Grund nennt Counterpoint die höheren Preise der neuen Modelle gegenüber ihren Vorgängern. Der globale Zuwachs von 3,1 Prozent ist damit das Ergebnis gegenläufiger Entwicklungen, nicht eines durchweg starken Starts.
Die Details
In China nennt Counterpoint zwei Haupttreiber für das kräftige Wachstum von 29 Prozent. Zum einen fielen die frühen Lagerbestände der iPhone-18-Pro-Serie höher aus als bei den Modellen des Vorjahres, also der iPhone-17-Pro-Reihe. Zum anderen hätten Preiserhöhungen bei rivalisierenden Android-Flaggschiffmodellen chinesischer Hersteller die Nachfrage nach den Apple-Geräten angekurbelt. Beide Faktoren zusammen erklären, warum ausgerechnet der chinesische Markt so deutlich zulegte.
In den Vereinigten Staaten fiel der Rückgang mit 4 Prozent vergleichsweise moderat aus. Counterpoint zufolge stellten US-Verbraucher wenige bedeutende Verbesserungen bei Funktionen oder Design gegenüber den vorherigen Modellen fest, die eine Preiserhöhung rechtfertigen würden. Die Preise der neuen Geräte liegen über denen der Vorgängergeneration – aus Sicht der Marktforscher ein Hemmschuh für die Nachfrage.
In Japan war der Rückgang mit 27 Prozent am stärksten. Dort schrumpfte die Nachfrage, weil die Wechselkursentwicklung die Preiserhöhungen noch verstärkte. Für japanische Käufer verteuerten sich die Geräte also nicht nur durch die höheren Ausgangspreise, sondern zusätzlich durch die Währungsrelation.
Innerhalb der iPhone-18-Pro-Serie entfiel ein Anteil von 56 Prozent am Umsatz auf das größere iPhone 18 Pro Max. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber 57 Prozent im Vorjahr. Das Topmodell bleibt damit klar die umsatzstärkste Variante der Reihe, verliert aber minimal an Gewicht.
Hintergrund: Was bisher geschah
Die aktuellen Zahlen sind Teil einer längeren Berichterstattung über den Verlauf des iPhone-18-Pro-Starts. Bereits am 30.09.2026 berichtete aktien.news, dass der Absatz der iPhone-18-Pro-Serie in China in der ersten Verkaufswoche um 12 Prozent im Jahresvergleich gestiegen sei. Damals sicherte sich Apple den Spitzenplatz im chinesischen Smartphone-Markt: In Woche 38, die den Zeitraum vom 14. bis 20. September abdeckte, erreichte Apple einen Anteil von 33 Prozent am chinesischen Smartphone-Absatz – obwohl die iPhone-18-Pro-Serie erst in den letzten drei Tagen dieser Woche erhältlich war.
Am 24.09.2026 meldete aktien.news, dass Apple seinen Anteil am indischen Smartphone-Markt ausbauen will, getrieben von der starken Nachfrage nach dem iPhone 18 Pro und Pro Max. Indien ist nach Volumen der zweitgrößte Smartphone-Markt der Welt. Kunden bildeten lange Schlangen vor den Apple-Stores in Großstädten wie Mumbai, Delhi und Bengaluru, einige warteten Berichten zufolge über zehn Stunden.
Am 21.09.2026 berichtete aktien.news über einen JP-Morgan-Bericht zu den Lieferzeiten: Die durchschnittlichen Wartezeiten für das iPhone 18 Pro stiegen in Woche zwei auf 23 Tage, nachdem sie in der ersten Woche bei nur sieben Tagen gelegen hatten. Beim iPhone 18 Pro Max verlängerte sich die Wartezeit von 19 auf 30 Tage. Die Werte näherten sich damit denen der iPhone-17-Serie im Vorjahreszeitraum an.
Am 09.10.2026 folgte ein gegenläufiges Signal: aktien.news berichtete, dass Apple einige Lieferanten angewiesen habe, die Produktion von Komponenten für die iPhone-18-Pro- und Pro-Max-Modelle zu reduzieren. Die Komponentenaufträge für Oktober seien um 15 bis 20 Prozent gegenüber den ursprünglich erwarteten Mengen gekürzt worden. Als Hintergrund nannte der Bericht eine schwächere als erwartete Marktnachfrage sowie stark steigende Preise für Speicherchips und Komponenten.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger zeigt die Zahlenlage ein differenziertes Bild. Das globale Plus von 3,1 Prozent klingt zunächst solide, stützt sich aber fast vollständig auf China. Fällt der chinesische Markt weg, bleibt laut Counterpoint nur ein deutlich schwächeres Umsatzwachstum. Wer die Apple-Aktie verfolgt, sollte daher die regionale Zusammensetzung der Nachfrage im Blick behalten und nicht allein auf die globale Wachstumsrate schauen.
Zugleich deuten die Preiserhöhungen auf eine wichtige Verschiebung hin. In den USA und Japan bremsen höhere Preise die Nachfrage, weil Käufer aus Sicht von Counterpoint kaum Verbesserungen bei Funktionen oder Design sehen. In China wirken Preiserhöhungen bei konkurrierenden Android-Flaggschiffen dagegen als Rückenwind für Apple. Der Preisfaktor wirkt also je nach Markt in entgegengesetzte Richtungen.
Hinzu kommt die Verschiebung innerhalb der Produktreihe: Das iPhone 18 Pro Max stellt mit 56 Prozent weiterhin den Löwenanteil des Umsatzes, verliert aber leicht gegenüber den 57 Prozent des Vorjahres. Für die Bewertung des Produktmix ist das ein kleiner, aber relevanter Hinweis darauf, dass sich die Nachfrage leicht verlagert.
Ausblick
Konkrete Termine für weitere Quartalszahlen oder Produktankündigungen nennt der Quelltext nicht. Counterpoint Research liefert mit der Auswertung der ersten drei Verkaufswochen eine Momentaufnahme; ob sich der gemischte Start in den folgenden Wochen bestätigt oder verschiebt, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Beobachten lassen sich die bereits dokumentierten Entwicklungen: die Nachfrage in China und Indien, die Preisentwicklung in den USA und Japan sowie die Komponentenbestellungen bei Apples Lieferanten.
Kurz erklärt
- Absatzzahl: Die Anzahl der tatsächlich an Endkunden verkauften Geräte eines Produkts in einem bestimmten Zeitraum.
- Marktanteil: Der prozentuale Anteil eines Herstellers am gesamten Absatz oder Umsatz eines Marktes.
- Wechselkurs: Das Austauschverhältnis zwischen zwei Währungen, das Preise importierter Waren im Ausland beeinflusst.
