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Intel plant Stellenabbau und Sparkurs

Neuer Chef stoppt Werke, Prognose enttäuscht Anleger deutlich

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 Intel plant Stellenabbau und Sparkurs

Der neue Intel-Chef Lip-Bu Tan hat nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt tiefgreifende Veränderungen angekündigt. In einem ersten Schritt stellte er einen möglichen Stellenabbau in Aussicht. Intel müsse Kosten reduzieren und interne bürokratische Strukturen abbauen, erklärte Tan. Auch die Streichung von Arbeitsplätzen sei dabei unvermeidlich. Finanzchef David Zinsner ergänzte, dass es derzeit noch keine genauen Zahlen zum Umfang der geplanten Jobkürzungen gebe. Neben dem Personalabbau solle die Kostensenkung auch auf anderen Wegen erfolgen. Medienberichte spekulieren bereits über einen möglichen Abbau von bis zu einem Fünftel der Belegschaft. Zum Jahresende 2024 hatte Intel bereits einen Rückgang der Mitarbeiterzahl von über 124.000 auf knapp 109.000 verzeichnet.

Intel befindet sich seit einiger Zeit in einer schwierigen Lage. Das Unternehmen, das einst den Halbleitermarkt dominierte, hat im Segment der Künstlichen Intelligenz stark an Boden verloren. Der Grafikkarten-Spezialist Nvidia konnte in diesem Bereich die Spitzenposition übernehmen. Auch im traditionellen Geschäft mit PC-Prozessoren und Rechenzentrums-Chips steht Intel zunehmend unter Druck. Lip-Bu Tan trat im März die Nachfolge von Pat Gelsinger an, der im Dezember seinen Posten räumen musste. Gelsinger hatte zuvor versucht, Intel als Auftragsfertiger für andere Chipunternehmen zu positionieren, konnte jedoch nur geringe Fortschritte vorweisen.

Ein zentraler Bestandteil der früheren Strategie war der Bau neuer Fertigungsanlagen, unter anderem im deutschen Magdeburg. Dieses Milliardenprojekt wurde jedoch im September auf unbestimmte Zeit verschoben, voraussichtlich für zwei Jahre. Auch ein großes Werk in Ohio in den Vereinigten Staaten wurde vorläufig gestoppt. Der neue Konzernchef erklärte, dass bestehende Kapazitäten künftig effizienter genutzt werden sollen, bevor weitere Investitionen in den Ausbau getätigt werden.

Die Finanzzahlen für das erste Quartal zeigten ein gemischtes Bild. Der Umsatz stagnierte bei 12,7 Milliarden Dollar, womit Intel die Markterwartungen übertraf. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 12,3 Milliarden Dollar gerechnet. Dennoch fiel der Quartalsverlust mit 800 Millionen Dollar doppelt so hoch aus wie im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis pro Aktie lag bei 0,13 Dollar und damit über den Erwartungen von 0,01 Dollar. Die Prognose für das zweite Quartal enttäuschte jedoch: Intel stellte einen Umsatz zwischen 11,2 und 12,4 Milliarden Dollar in Aussicht, während Analysten im Schnitt mit 12,8 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Die Aktie verlor daraufhin im nachbörslichen Handel über fünf Prozent.

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