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ING erhöht Gebühren für Girokonto und Depot

Neue Mindesteingänge und Gebührenanpassungen ab Dezember 2024

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ING erhöht Gebühren für Girokonto und Depot

Die ING Deutschland wird ab dem 1. Dezember 2024 einige Gebühren für ihre Kontodienste erhöhen. Der monatliche Mindesteingang, der erforderlich ist, um das Girokonto kostenlos zu führen, wird von derzeit 700 auf 1000 Euro angehoben. Wenn diese Bedingung nicht erfüllt wird, wird eine monatliche Gebühr von 4,90 Euro fällig. Zudem kostet die Girocard künftig 1,49 Euro pro Monat, statt bisher 99 Cent. Diese Änderungen betreffen sowohl bestehende als auch neue Kunden, die über die Anpassungen bereits informiert wurden.

Neben den Anpassungen bei den Girokonten erhöht die ING auch die Gebühren für Bareinzahlungen mit der Girocard und für Zahlungen in Fremdwährungen. Darüber hinaus gibt es Änderungen bei den Depotgebühren. Die Gebühr für den Handel von Wertpapieren über den Xetra-Handelsplatz der Deutschen Börse wird von 1,90 Euro auf 2,90 Euro angehoben. Im Gegenzug senkt die Bank die Gebühr für Einzahlungen in Aktiensparpläne von 1,75 Prozent auf 1,5 Prozent des Volumens.

Zum Ende des vergangenen Jahres hatte die ING in Deutschland insgesamt 3,4 Millionen Girokonten und 2,5 Millionen Depots geführt. Die Bank zählt derzeit etwa 9,54 Millionen Kunden und verfolgt das Ziel, bis 2025 die Marke von zehn Millionen Kunden zu erreichen. Im Vergleich dazu rangieren die DKB und die Commerzbank-Tochter Comdirect hinter der ING.

Die ING begründet die Preisanpassungen mit gestiegenen Kosten und veränderten Marktbedingungen. Die Bank weist darauf hin, dass die gestiegenen Kosten auch auf die Kunden umgelegt werden müssen, insbesondere für diejenigen, die bestimmte Leistungen tatsächlich nutzen. Die Zustimmung der Kunden zu den neuen Gebühren ist erforderlich, was durch ein Urteil des Bundesgerichtshofs von 2021 notwendig geworden ist. Bis zu dieser Entscheidung wurde die Zustimmung stillschweigend angenommen, wenn keine Widersprüche innerhalb von zwei Monaten erfolgten.

Die ING plant, ab der kommenden Woche mit der Einholung der notwendigen Zustimmungen zu beginnen. Kunden werden beim Einloggen in der App oder im Internetbanking auf eine entsprechende Zustimmungsmaske geleitet. Diese Maßnahme ist insbesondere für Banken mit vielen Filialkunden, die kein Onlinebanking nutzen, komplizierter umzusetzen. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 konnte die ING durch eine Tagesgeldaktion insgesamt 10,5 Milliarden Euro an neuen Einlagen verzeichnen und kehrte damit den Trend des vorhergehenden Halbjahres um.

Bankensektor INGFinanzen

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