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Indigener Stamm blockiert Magnesiumprojekt von West High Yield in Kanada

Eine einstweilige Verfügung stoppt die geplante Magnesiummine Record Ridge in British Columbia – auf Betreiben einer US-amerikanischen indigenen Gruppe.

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Indigener Stamm blockiert Magnesiumprojekt von West High Yield in Kanada

Die geplante Magnesiummine Record Ridge des kanadischen Unternehmens West High Yield Resources (TSXV: WHY) steckt weiterhin in der Schwebe. Das Berufungsgericht von British Columbia bestätigte vergangene Woche eine einstweilige Verfügung des Obersten Gerichtshofs der Provinz, die das Projekt vorerst blockiert. Die Verfügung bleibt bestehen, bis eine gerichtliche Überprüfung des Umweltgenehmigungsverfahrens abgeschlossen ist. Eine entsprechende Anhörung ist für den 5. Mai angesetzt.

Das in Calgary ansässige Unternehmen hatte ursprünglich geplant, noch im laufenden Quartal mit dem Bau zu beginnen und die Produktion im ersten Quartal 2027 aufzunehmen. Die einstweilige Verfügung verlängert diesen Zeitplan erheblich und sorgt für zusätzliche Unsicherheit beim Projekt.

Streit um Konsultationspflichten

Im Mittelpunkt des Rechtsstreits steht die Frage, ob die Sinixt Confederacy – eine indigene Gruppe, deren traditionelles Territorium Teile des südöstlichen British Columbia sowie des US-Bundesstaates Washington umfasst – im Rahmen des provinziellen Genehmigungsverfahrens formell konsultiert werden muss. Die Sinixt argumentieren, dass die Mine Gebiete und Wasserwege von kultureller und ökologischer Bedeutung beeinträchtigen könnte, darunter Bereiche, die mit dem Columbia-River-System verbunden sind.

Der Fall beleuchtet die sich wandelnde Rechtslage für indigene Rechte in Kanada. Gerichte und Regierungen ringen zunehmend mit überschneidenden Ansprüchen und Konsultationspflichten – insbesondere wenn indigene Gruppen grenzüberschreitend tätig sind. Auch der Premierminister von British Columbia, David Eby, hat in diesem Monat seine Position dazu, ob einige indigene Rechte zugunsten von Entwicklungsprojekten ausgesetzt werden sollten, mehrfach geändert.

Das Projekt Record Ridge liegt rund 5 Kilometer nördlich der kanadisch-amerikanischen Grenze und etwa 500 Kilometer östlich des Hafens von Vancouver. Laut einer Ressourcenschätzung aus dem Jahr 2013 verfügt das Projekt über geschätzte 43 Millionen gemessene und angezeigte Tonnen mit einem Magnesiumgehalt von 24,6 Prozent – was einem Metallgehalt von 10,6 Millionen Tonnen entspricht. West High Yield beziffert die geplante Betriebsdauer der Mine auf bemerkenswerte 172 Jahre.

Wirtschaftliche Kennzahlen und strategische Bedeutung

Eine vorläufige Machbarkeitsstudie vom November 2022 ergab, dass der Bau von Record Ridge rund 250 Millionen US-Dollar (umgerechnet etwa 343 Millionen Kanadische Dollar) kosten würde. Das Projekt weist laut dieser Studie einen Kapitalwert nach Steuern von 728 Millionen US-Dollar, einen internen Zinsfuß von 118 Prozent und eine Amortisationszeit von nur 1,5 Jahren auf – außergewöhnlich attraktive Kennzahlen für ein Bergbauprojekt dieser Größenordnung.

Magnesium gilt aufgrund seiner Anwendungen in der Automobil-, Luft- und Raumfahrt- sowie in der Bauindustrie zunehmend als kritisches Mineral. West High Yield hat Record Ridge als wichtige nordamerikanische Magnesiumquelle positioniert. Im März unterzeichnete das Unternehmen eine Terminkaufvereinbarung mit der US-amerikanischen Galaxy Trade and Technology über die künftige Produktion von magnesiumreichem Serpentinit-Erz, die in den ersten beiden Produktionsjahren jährlich mindestens 30 Millionen US-Dollar generieren soll.

Umweltfreigabe unter Beschuss

Record Ridge hatte auf Provinzebene bereits einige wichtige Hürden genommen. Im Jahr 2025 stellte das Umweltprüfungsamt von British Columbia fest, dass das Projekt keine vollständige Umweltverträglichkeitsprüfung benötigt, da die geplante Produktion unter den gesetzlich festgelegten Schwellenwerten liegt. Genau diese Entscheidung wird nun gerichtlich angefochten – lokale Gegner und indigene Gruppen argumentieren, dass die Auswirkungen des Projekts eine genauere Untersuchung rechtfertigen.

Zu den Bedenken zählen neben den Auswirkungen auf Wasserwege auch der Umgang mit asbesthaltigem Gestein sowie die Nähe zu sensiblen Ökosystemen. Der Fall findet zudem vor dem Hintergrund möglicher Gesetzesänderungen statt, die die Rolle ausländischer indigener Gruppen bei Umweltprüfungen in British Columbia einschränken könnten – eine Aussicht, die bei indigenen Vertretern und Rechtsexperten Besorgnis ausgelöst hat.

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