Incyte-Aktie unter Druck: Schwache Umsatzprognose weckt Sorgen um Jakafi-Patent
Biotechunternehmen verfehlt Erwartungen deutlich – Opzelura enttäuscht trotz starkem Quartal

Die Aktien des US-Biotechkonzerns Incyte sind am Dienstag im vorbörslichen Handel um über 4% eingebrochen. Grund ist eine enttäuschende Umsatzprognose für 2026, die die Sorgen der Investoren über den bevorstehenden Patentablauf des Blockbuster-Medikaments Jakafi verstärkt.
Das in Wilmington, Delaware, ansässige Unternehmen rechnet für 2026 mit Erlösen zwischen 4,77 und 4,94 Milliarden Dollar. Damit liegt die Prognose deutlich unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 5,52 Milliarden Dollar laut LSEG-Daten. Die Diskrepanz von fast 600 Millionen Dollar alarmiert die Märkte und wirft Fragen über die Wachstumsstrategie des Konzerns auf.
Besonders enttäuschend fällt die Prognose für Opzelura aus – jenes Hautmedikament, auf das Incyte große Hoffnungen setzt. Für 2026 erwartet der Konzern hier Umsätze zwischen 750 und 790 Millionen Dollar, was unter der Analystenschätzung von 801,5 Millionen Dollar liegt. Dabei hatte Opzelura im vierten Quartal noch mit einem Umsatzsprung von 28% auf 207,3 Millionen Dollar überzeugt und die Erwartungen von 195,6 Millionen Dollar übertroffen.
Jakafi bleibt Umsatztreiber – vorerst
Der eigentliche Verkaufsschlager Jakafi, ein Medikament zur Behandlung von Blutkrebsarten wie Myelofibrose und Polycythaemia vera, entwickelt sich weiterhin robust. Incyte rechnet hier für 2026 mit Erlösen zwischen 3,22 und 3,27 Milliarden Dollar – über der Analystenschätzung von 3,09 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal kletterte der Jakafi-Umsatz um 7% auf 828,2 Millionen Dollar.
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Zur AktienanalyseDoch die guten Zahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Jakafi 2028 vor dem Patentablauf steht. Dann werden günstigere Generika auf den Markt drängen und die Margen des Konzerns unter Druck setzen. BMO-Analyst Evan Seigerman warnt: „Die schwächere Prognose für Opzelura lässt für 2026 noch Arbeit offen.


