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IBM-Aktie bricht 25 Prozent ein: Warum Anleger jetzt kaufen

IBMs schlechtester Handelstag seit 1987 schreckt Investoren auf – doch langfristig orientierte Anleger sehen darin eine Kaufgelegenheit.

IBM-Aktie bricht 25 Prozent ein: Warum Anleger jetzt kaufen

International Business Machines (IBM) hat letzte Woche vorab seine Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht – und die Reaktion der Märkte war verheerend. Die IBM-Aktie brach am Tag der Vorankündigung um 25 Prozent ein. Das ist die schlechteste Tagesperformance des Technologiekonzerns seit dem Schwarzen Montag im Jahr 1987 – einem der dunkelsten Tage der Börsengeschichte.

Die vorläufigen Quartalszahlen lagen deutlich unter den Erwartungen. IBM meldete einen Umsatz von 17,2 Milliarden US-Dollar, während Analysten fast 17,9 Milliarden Dollar erwartet hatten. Auch das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) von 2,93 Dollar verfehlte die Konsensschätzung von 3,02 Dollar. Für sich genommen wären diese Zahlen enttäuschend, aber kein Grund für einen derart massiven Kurseinbruch.

Die eigentliche Geschichte hinter dem Einbruch

Der entscheidende Faktor war die Erklärung von IBM-CEO Arvind Krishna. Er schilderte, dass Unternehmenskunden in den letzten Juniwochen ihre Ausgaben rasch in Richtung Speicherchips, Server und andere Hardware umgelenkt hätten – in Erwartung von Preiserhöhungen und Lieferengpässen. Die Folge: Die Budgets für Software und Beratungsdienstleistungen bei IBM sanken stark. Alle drei Geschäftsbereiche – Infrastruktur, Beratung und Software – blieben hinter den Erwartungen zurück.

Krishna räumte offen ein, dass IBM diesen Wandel nicht gut vorhergesehen habe. Dennoch betonte er einen wichtigen Unterschied: Die Nachfrage nach IBM-Produkten und -Dienstleistungen ist nicht verschwunden – sie wurde lediglich aufgrund des Mangels an Speicherchips vorübergehend neu priorisiert. Kunden haben ihre Ausgaben bei IBM also aufgeschoben, nicht gestrichen.

Trotz des Kurseinbruchs gibt es noch viele offene Fragen. IBM hat bislang nur ausgewählte Kennzahlen und eine Erklärung vorab veröffentlicht, nicht den vollständigen Quartalsbericht. Besonders die Auftragseingänge – ein wichtiger Indikator für künftige Umsätze – sind noch nicht bekannt. Gerade diese Bookings hatten in den vergangenen Quartalen durch das wachsende KI-Geschäft für Optimismus gesorgt.

Bewertung und langfristige Perspektive

Nach dem Rückgang wird die IBM-Aktie mit etwa dem 17-Fachen des Gewinns bewertet. Die Dividendenrendite liegt bei 3,2 Prozent und ist durch den Cashflow des Unternehmens solide gedeckt – ein attraktives Merkmal für einkommensorientierte Anleger.

Langfristig orientierte Investoren sehen in dem Einbruch eine Kaufgelegenheit. Die Argumente dafür sind:

  • Der KI-Rückenwind, der in den letzten Quartalen zu exponentiellem Wachstum der Auftragsbestände geführt hat, ist unverändert
  • Die Ausgabenprioritäten der Kunden haben sich lediglich vorübergehend verschoben
  • IBMs frühe Führungsposition im Bereich Quantencomputing und das Zukunftspotenzial dieses Geschäftsbereichs bleiben intakt
  • Die enttäuschenden Software- und Beratungsumsätze dürften in späteren Quartalen zurückkehren, wenn sich die Angebots- und Nachfragedynamik bei Hardware wieder normalisiert

Der Kurseinbruch ist aus kurzfristiger Sicht zweifellos eine schlechte Nachricht für IBM-Aktionäre. Wer jedoch einen Anlagehorizont von mehr als fünf Jahren mitbringt, findet nach dem Ausverkauf eine Aktie mit günstigerer Bewertung, stabiler Dividende und unverändert intakten Wachstumstreibern – allen voran im Bereich Künstliche Intelligenz und Quantencomputing.

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