Höttges plant größte Fusion eines börsennotierten Unternehmens aller Zeiten
Deutsche-Telekom-Chef Timotheus Höttges will T-Mobile US mit dem Mutterkonzern zusammenführen – ein historisches Megadeal-Vorhaben.

Timotheus Höttges steht vor der ehrgeizigsten Prüfung seiner beruflichen Laufbahn. Der Chef der Deutschen Telekom plant Berichten zufolge die größte Fusion eines börsennotierten Unternehmens in der Geschichte – die Zusammenführung des deutschen Mutterkonzerns mit seinem US-Ableger T-Mobile US.
Die Deutsche Telekom ist bereits das größte Telekommunikationsunternehmen des Westens. Der Konzern zählt 273 Millionen Mobilfunkkunden in 50 Ländern und hält eine Beteiligung von 54 Prozent an T-Mobile US. Höttges will nun das eher konservative deutsche Unternehmen mit seinem schillernden amerikanischen Tochterunternehmen verheiraten.
Ein streitbarer Manager mit klarer Sprache
Höttges ist bekannt für seine direkte, unverblümte Ausdrucksweise. Im Februar bezeichnete er die Telekommunikationsbranche im deutschen Marketing-Podcast „OMR" wegen des ständigen Preisdrucks und regulatorischer Eingriffe als „Scheißindustrie". Trotz dieser harten Worte hat er in genau diesem Sektor bemerkenswerte Erfolge erzielt.
Während seiner zwölfjährigen Amtszeit als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom hat Höttges T-Mobile von einem verlustbringenden Außenseiter zur weltweit wertvollsten Telekommunikationsmarke nach Marktkapitalisierung gemacht. Diese Transformation gilt als eine der bemerkenswertesten Unternehmensgeschichten der jüngeren Wirtschaftsgeschichte.
Historisches Fusionsvorhaben mit globaler Tragweite
Das geplante Zusammengehen von Deutscher Telekom und T-Mobile US wäre nach aktuellen Berichten die größte Fusion eines börsennotierten Unternehmens überhaupt. Für deutsche Privatanleger ist das Vorhaben von besonderer Bedeutung: Die Deutsche Telekom gehört zu den meistgehandelten DAX-Werten und ist in vielen deutschen Depots und Fonds vertreten.
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Zur AktienanalyseDer Schritt würde die globale Aufstellung des Konzerns grundlegend verändern. Mit einer vollständigen Zusammenführung beider Unternehmen entstünde ein Telekommunikationsgigant, der sowohl den europäischen als auch den nordamerikanischen Markt dominiert. Ob und wie die Fusion konkret umgesetzt werden soll, ist derzeit noch offen.
Für Höttges persönlich wäre ein erfolgreicher Abschluss der Krönung einer bereits beeindruckenden Karriere. Seit zwölf Jahren führt er die Deutsche Telekom und hat den Konzern in dieser Zeit grundlegend neu ausgerichtet. Die geplante Megafusion wäre jedoch eine Herausforderung, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen würde.


