DHLs E-Mobilitätskurs bleibt trotz Insolvenz von B-On unerschütterlich
Die Strauchelnde Zukunft des Elektrotransporterherstellers B-On wirft keinen Schatten auf DHLs grüne Visionen

Die Insolvenz des Streetscooter-Herstellers B-On hat den Logistikgiganten DHL nicht von seinem Elektrifizierungskurs abgebracht. DHL hat bereits seit einigen Jahren Elektrofahrzeuge von verschiedenen Herstellern in Betrieb und sieht die Insolvenz von B-On nicht als Bedrohung für seine Elektromobilitätspläne.
Die frühere Streetscooter-Firma, die nun unter dem Namen B-On firmiert und Elektrotransporter unter verschiedenen Markennamen herstellt, kämpfte zuletzt mit erheblichen Herausforderungen. Ein Sprecher von DHL äußerte sein Bedauern über das Scheitern von B-On, das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.
DHL betreibt in Deutschland etwa 25.000 Elektrofahrzeuge, wovon die meisten Streetscooter-Modelle sind. Obwohl DHL früher seine eigenen Elektrotransporter entwickelte, verkaufte das Unternehmen die Rechte und das Produktions-Know-how Anfang 2022 an ein Luxemburger Konsortium, das nun unter dem Namen B-On agiert.
Die Transaktion beinhaltete die Vereinbarung, dass B-On weiterhin Elektrofahrzeuge für DHL herstellt. Allerdings sind keine genauen Angaben darüber verfügbar, wie viele Fahrzeuge seitdem geliefert wurden. Im vergangenen Jahr verzeichnete B-On einen Umsatz von 125 Millionen Dollar (117 Millionen Euro), während das Betriebsergebnis nicht bekannt gegeben wurde. Die Firma konnte etwa 3.000 Fahrzeuge ausliefern.
Infolge von Lieferengpässen und Qualitätsproblemen bei Bauteilen verliefen die Geschäfte von B-On zuletzt schlechter als erwartet. Am vergangenen Freitag meldete das Unternehmen Insolvenz beim Aachener Amtsgericht an. Diese Insolvenz betrifft 78 Mitarbeiter der B-On GmbH und 170 Mitarbeiter des Dürener Neapco-Werks, wo die Elektrotransporter im Auftrag von B-On hergestellt wurden.
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Zur AktienanalyseJörg Hofmann, Manager bei B-On, erklärte die Insolvenz mit den genannten Schwierigkeiten in der Produktion, die zu Zahlungsschwierigkeiten führten. Dennoch bleibt das Ziel, B-On als führenden Anbieter von E-Mobilitätslösungen in Europa zu etablieren, weiterhin bestehen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dirk Wegener kündigte an, dass die Produktion kurzfristig wieder aufgenommen werden soll.
Die Insolvenz von B-On stellt für DHL zwar eine Herausforderung dar, aber der Logistikriese ist entschlossen, seine Elektromobilitätsinitiativen weiter voranzutreiben und auf eine nachhaltigere Zukunft hinzuarbeiten.


