Home Depot Aktie 30% unter Hoch: Jetzt einsteigen?
Trotz sechs Quartalen mit positivem Umsatzwachstum ist die Home-Depot-Aktie fast 30% von ihren Höchstständen gefallen.

Home Depot hat am 19. Mai seine Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal vorgelegt und dabei zum sechsten Mal in Folge ein positives flächenbereinigtes Umsatzwachstum in den USA erzielt. Das ist bemerkenswert, denn zuvor hatte der US-amerikanische Baumarktriese acht Quartale in Folge Rückgänge bei diesem wichtigen Kennwert hinnehmen müssen. Trotz dieser operativen Trendwende ist der Aktienkurs zuletzt um fast 30% von seinen Höchstständen gefallen – eine Diskrepanz, die Anleger aufhorchen lässt.
Der Gesamtumsatz stieg im Jahresvergleich um 4,8% auf 41,77 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) sank zwar um 4% auf 3,43 US-Dollar, übertraf damit aber dennoch die Analystenerwartungen: Der Konsens hatte laut LSEG-Daten einen EPS von 3,41 US-Dollar bei einem Umsatz von 41,52 Milliarden US-Dollar prognostiziert.
Flächenbereinigtes Wachstum auf breiter Front
Das weltweite flächenbereinigte Umsatzwachstum lag im ersten Quartal bei 0,6% – das vierte positive Quartal in Folge. In den USA betrug das flächenbereinigte Wachstum 0,4%. Getragen wurde dieses Wachstum vor allem von einem Anstieg des durchschnittlichen Kassenbons um 2,2%, während die Anzahl der Transaktionen um 1,3% zurückging.
Hochpreisige Artikel – definiert als Produkte mit einem Preis von 1.000 US-Dollar oder mehr – legten um 0,8% zu. Zudem schnitten die Verkäufe an Profi-Handwerker besser ab als jene an Heimwerker. Insgesamt verzeichneten neun der 16 Produktkategorien von Home Depot ein positives flächenbereinigtes Umsatzwachstum, was die Breite der Erholung unterstreicht.
Für das Gesamtjahr bestätigte Home Depot seine bestehende Prognose: Der Umsatz soll um 2,5% bis 4,5% wachsen. Beim flächenbereinigten Umsatz rechnet das Unternehmen mit einer Entwicklung zwischen unverändert und einem Plus von 2%.
Attraktive Bewertung nach dem Kursrückgang
Home Depot kämpft seit geraumer Zeit mit branchenspezifischem Gegenwind. Vorgezogene Nachfrageeffekte aus der Pandemiezeit, höhere Zinssätze und eine geringere Fluktuation auf dem Immobilienmarkt haben das Umfeld für den Baumarktsektor belastet. Hinzu kommen aktuell hohe Benzinpreise, die das verfügbare Einkommen der Verbraucher belasten.
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Zur AktienanalyseDennoch liefert das Unternehmen solide Quartalsergebnisse und hält an seiner Jahresprognose fest – ein Zeichen für eine zunehmende Stabilisierung der Branche. Nach dem deutlichen Kursrückgang wird die Aktie nun mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 20,5 auf Basis der Analystenprognosen für das Geschäftsjahr 2026 gehandelt. Das ist laut Analysten die attraktivste Bewertung seit Jahren.
Für langfristig orientierte Anleger könnte der aktuelle Kursrückgang daher eine Einstiegsgelegenheit darstellen. Da der flächenbereinigte Umsatz weiterhin positiv tendiert und die Bewertung im historischen Vergleich günstig erscheint, sehen Marktbeobachter die Aktie des Blue-Chip-Unternehmens als zunehmend interessant an – insbesondere für den schrittweisen Positionsaufbau.


