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Harte Tarifverhandlungen zwischen VW und IG Metall gestartet

Streit um Einsparungen und Arbeitsplatzsicherung spitzt sich zu, Streiks ab Dezember möglich

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Harte Tarifverhandlungen zwischen VW und IG Metall gestartet

Volkswagen und die IG Metall haben ihre Tarifverhandlungen in Hannover begonnen. Im Fokus der Gespräche stehen die Einsparungspläne des Automobilherstellers, der Anfang September die seit Jahrzehnten bestehende Beschäftigungssicherung gekündigt hat. Dies betrifft rund 120.000 Mitarbeiter in den großen westdeutschen Werken, während für die Standorte in Sachsen gesonderte Regelungen gelten. Die Positionen der beiden Verhandlungspartner liegen weit auseinander. Volkswagen drängt auf Kosteneinsparungen, während die IG Metall vor allem den Schutz der Arbeitsplätze fordert.

Der Autobauer steht unter großem Druck, da die Umstellung auf Elektromobilität und die schlechte Auslastung der Werke zu hohen Kosten geführt haben. Volkswagen-Verhandlungsführer Arne Meiswinkel betonte, dass das Unternehmen gemeinsam restrukturiert werden müsse, da die Situation ernst sei. Es wird erwartet, dass bis zu 30.000 Arbeitsplätze abgebaut werden könnten, und auch Werksschließungen werden nicht ausgeschlossen. Konzernchef Oliver Blume forderte Zugeständnisse seitens der IG Metall, um die Kosten zu senken. Dennoch betonte er, dass das Unternehmen um jeden Arbeitsplatz kämpfen werde.

Auf Seiten der IG Metall machte Niedersachsens Bezirksleiter Thorsten Gröger deutlich, dass über Massenentlassungen und Werksschließungen nicht verhandelt werde. Die Gewerkschaft fordert stattdessen ein tragfähiges Zukunftskonzept für alle Standorte, das ohne solche Maßnahmen auskommt. Zudem verlangt die IG Metall eine Erhöhung der Löhne um sieben Prozent. Betriebsratschefin Daniela Cavallo betonte, dass es klare rote Linien gebe, die nicht überschritten werden dürften.

Ab Dezember drohen Streiks, da dann die Friedenspflicht endet. Die IG Metall kündigte an, dass die Beschäftigten bereit seien, auf die Straße zu gehen, falls die Verhandlungen scheitern. Volkswagen warnte hingegen, dass betriebsbedingte Kündigungen ab Juli 2025 nicht ausgeschlossen seien, falls keine Einigung erzielt werde. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil forderte die Verhandlungspartner auf, eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden und weiteren öffentlichen Streit zu vermeiden.

VolkswagenIG MetallStreik

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