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Goldpreis steigt nach neuen US-Strafzöllen

Starker Dollar und stabile US-Arbeitsmarktdaten bremsen weiteres Kurswachstum

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Goldpreis steigt nach neuen US-Strafzöllen

Die Ankündigung neuer Strafzölle durch den früheren US-Präsidenten Donald Trump hat den Goldpreis am Freitag steigen lassen. Der Kurs für eine Feinunze des Edelmetalls legte im frühen Handel um 0,3 Prozent auf 3.332,73 US-Dollar zu. Auch die US-Gold-Futures verzeichneten einen Anstieg und notierten zuletzt bei 3.343,70 Dollar, was einem Plus von 0,5 Prozent entspricht.

Trump hatte zuvor mitgeteilt, dass die Vereinigten Staaten ab dem 1. August einen Einfuhrzoll von 35 Prozent auf Waren aus Kanada erheben werden. Zudem kündigte er an, auf die meisten anderen Handelspartner pauschale Zölle von 15 bis 20 Prozent zu erheben. Bereits am Mittwoch hatte die US-Regierung bekannt gegeben, künftig auch Kupferimporte mit einem Aufschlag von 50 Prozent zu belegen. Auch Brasilien ist von neuen Zöllen betroffen, ebenso wie Japan und Südkorea, die in den letzten Tagen entsprechende Mitteilungen erhalten haben.

Obwohl der Goldpreis auf die zunehmenden Spannungen im Welthandel reagierte, fiel die Kursbewegung verhaltener aus als in früheren Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit. Marktbeobachter führen dies darauf zurück, dass Investoren mittlerweile mit Trumps wirtschaftspolitischem Kurs vertrauter sind und weniger stark auf neue Zolldrohungen reagieren. Der Chefmarktanalyst von KCM Trade, Tim Waterer, erklärte, dass der Goldpreis nicht mehr im gleichen Maße von der Eskalation im Handelskonflikt profitiere wie früher.

Hinzu kommt, dass der US-Dollar aktuell stark ist. Der Dollar-Index ist auf dem besten Weg, seine stärkste Woche seit Ende Februar zu verzeichnen. Das belastet den Goldpreis, da das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums dadurch teurer wird. Laut Waterer habe die gleichzeitige Aufwärtsbewegung von Dollar und Gold die möglichen Gewinne beim Goldpreis begrenzt.

Zugleich zeigen aktuelle Daten vom US-Arbeitsmarkt eine stabile Entwicklung. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel überraschend auf den niedrigsten Stand seit sieben Wochen. Trotz einer insgesamt abkühlenden Arbeitsmarktlage deutet dies darauf hin, dass es derzeit keinen akuten Handlungsdruck für die US-Notenbank gibt, die Leitzinsen zu senken. Da Gold in einem Umfeld niedriger Zinsen tendenziell an Attraktivität gewinnt, bleibt die weitere Zinspolitik der Fed ein entscheidender Faktor für die Entwicklung des Edelmetallpreises.

Auch bei anderen Edelmetallen gab es Kursbewegungen: Silber legte um 0,4 Prozent auf 37,19 Dollar je Unze zu, Palladium notierte 0,1 Prozent höher bei 1.142,70 Dollar. Der Preis für Platin hingegen sank um 0,3 Prozent auf 1.357,18 Dollar.

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