Goldman Sachs verschiebt Fed-Zinssenkungsprognose auf September 2026
Das Brokerhaus reagiert auf steigende Ölpreise durch den eskalierenden Nahost-Konflikt und wachsende Inflationsrisiken.

Goldman Sachs hat als erstes großes Wall-Street-Brokerhaus seine Prognose für die nächste US-Zinssenkung nach hinten verschoben. Statt im Juni erwartet das Institut nun erst im September 2026 einen Schritt der Federal Reserve. Ausschlaggebend sind gestiegene Ölpreise infolge des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten, die erneut Inflationssorgen schüren.
Die meisten anderen großen Brokerhäuser halten bislang an einer Zinssenkung im Juni 2026 fest. Dazu zählen Morgan Stanley, Bank of America, Nomura, Barclays sowie UBS Global Wealth Management. Citigroup geht sogar von drei Senkungen um insgesamt 75 Basispunkte aus – beginnend bereits im April.
Am anderen Ende des Spektrums stehen BNP Paribas, J. P. Morgan und Standard Chartered: Diese drei Institute rechnen für 2026 mit überhaupt keiner Zinssenkung. J. P. Morgan hatte zuletzt sogar eine mögliche Zinserhöhung im Jahr 2027 ins Spiel gebracht.
Prognosen der großen Brokerhäuser im Überblick
Die Mehrheit der Häuser erwartet Zinssenkungen von 50 Basispunkten auf ein Fed-Funds-Rate-Zielband von 3,00 bis 3,25 Prozent:
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Zur Aktienanalyse- Citigroup: 75 Bp., drei Senkungen ab April, Zielrate 2,75–3,00 %
- Goldman Sachs: 50 Bp., zwei Senkungen ab September, Zielrate 3,00–3,25 %
- Morgan Stanley: 50 Bp., zwei Senkungen ab Juni, Zielrate 3,00–3,25 %
- Bank of America: 50 Bp., zwei Senkungen ab Juni, Zielrate 3,00–3,25 %
- Wells Fargo: 50 Bp., zwei Senkungen ab März, Zielrate 3,00–3,25 %
- Deutsche Bank: 25 Bp., eine Senkung im September, Zielrate 3,25–3,50 %
- BNP Paribas, J. P. Morgan, Standard Chartered: keine Senkungen, Zielrate 3,50–3,75 %
Die nächste planmäßige Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der Federal Reserve findet am 18. März statt. Marktbeobachter rechnen dabei nicht mit einer Änderung des Leitzinses. Entscheidend für den weiteren Kurs der Notenbank bleibt die Entwicklung der Inflation – insbesondere die Energiepreise als wichtiger Einflussfaktor.


